Raphanus sativus

Geist und Gemüt

Angst

Äußerste Bangigkeit, meint zu sterben; Gesicht blaß, Angst, große Schwäche und großes Leiden ausdrückend (1. Abend; 42j. Frau, n. drei Rettichen). (2.2)**

Die Krankheit verursacht Entmutigung und Angst, mit bleichem, leidendem Gesicht (57j. Mann, chron. Durchfall). (3.4)

Angst, Druck in der Brust, oberhalb der Magengrube und in dieser selbst (36j. Mann, chron. Durchfall). (3.4)

Hypochondrische Angst (Jahr). (20)

Angst um die Gesundheit von Verwandten (Mangialavori). (33)

Arbeit (Fleiß, Faulheit, Unfähigkeit zur Arbeit usw.)

Sehr viel Energie, großer Ehrgeiz aus Verlangen nach Geld und Ansehen. Hat schon sehr jung zu arbeiten begonnen, sich aus ärmlichen dörflichen Verhältnissen hochgearbeitet, ganz allein ein Schönheitsinstitut aufgebaut, leitet es auch alleine. Kann schlecht delegieren. Was sie selbst tut, will sie in möglichst kurzer Zeit erledigen, lieber in Eile als langsam. Als Chefin ist sie sehr rechthaberisch und hart. Nach Raph. kennen die Mitarbeiterinnen sie kaum wieder, denn sie wird sanfter und sagt: „Früher habe immer ich gearbeitet, jetzt lasse ich auch Andere ein bißchen arbeiten, ich verdiene ja sowieso dabei" (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Dösigkeit (engourdissement), Faulheit des Geistes, sie ist in Gedanken nicht mit dem beschäftigt, was sie gerade macht, und doch auch mit keinem anderen Gegenstand (1. T.). (4)

Argwohn, Mißtrauen, Verstellung

Wenn sie Schwestern miteinander reden hört, kann sie auf die Idee kommen, man wolle sie provozieren. Wenn sie einen jungen Pater sieht, meint sie, er interessiere sich für sie, wolle eine spirituelle Freundschaft mit ihr anfangen, und die Priorin sei eifersüchtig darauf. Meint ihrer Müdigkeit mit Essen entgegenwirken zu müssen, wozu sie sich sogar in die Klosterküche schleicht, wobei ihr dann immer die Priorin über den Weg läuft, was sie dazu bringt, zu denken, diese spioniere ihr nach (junge Frau, Eßstörung). (16.2)

Unhöflich, rechthaberisch und kühl, bemüht sich nicht um ein gutes Verhältnis zum Gegenüber. Sie sagt dazu: „Ich ertrage Falschheit nicht; ich kann beleidigen, aber ich sage das, was ich denke." Als sie ihren Mann einmal verprügelte, tat sie das u.a., weil er nichts sagte und so merken ließ, er habe was zu verbergen. Mit 12 hat sie eine anorektische Phase gehabt aus Wut über eine Lehrerin, die „böse und auch ein wenig falsch" zu ihr gewesen sei. Sie selbst aber erzählt beileibe nicht alles; vieles muß der Arzt vom Partner oder sonstwie aus 3. Hand erfahren (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Benommenheit, wie nicht ausgeschlafen, wie berauscht, betäubt etc.

Umdüstert das Gehirn und trübt das Gesicht (Tabernaemontanus). (2.2)**

Morgens beim Aufstehen Betäubung / Schwindligkeit (étourdissement) mit Schleier vor den Augen (3. T.). (3.5)*

Kopf zuweilen benommen (46j. Mann, chron. Lienterie). (3.4)

Benommenheit, Miosis, Strabismus, kleiner Puls, verlangsamtes Atmen (n. tox. Dos. d. Saftes). (1)

Traurigkeit und Benommenheit (10. T.). (4)

Stumpfheit / Benommenheit (hébétude) und beim geringsten Wort Verlangen, zu weinen (2. T.). (4)

Kopfweh; eingenommener Kopf (10. T.). (4)

Erwachen mit eingenommenem Kopf und dumpfem Stirnkopfweh (1. N.); oft eingenommener Kopf, Druck in der Stirn (2. T.) (28j. Mann, nach Essen v. 5 Schwarzrettichen). (2.2)

Nagende Schmerzen am Hinterkopf, gefolgt von Betäubung / Dösigkeit (engourdissement) (1. T.). (4)

Nach dem Abendessen, bei dem sie ausschließlich Wasser getrunken hat, ist sie wie trunken (10. T.). (4)

Bewegungen: Zwangsbewegungen, Automatismen, Gesten, Lagen

Sehr angespannte Nerven, viele nervöse Bewegungen und zuweilen Nervenanfälle (attaques de nerfs) (ab 14. T.). (4)

Sie streckt und reckt sich und gähnt, sie würde gern liegen (10. T.). (4)

Jucken am ganzen Körper, das sie zwingt, sich ständig zu kratzen (10. T.). (4)

„Ich sehe immer so viele Pickel in meinem Gesicht, und es geht mir nur gut, wenn ich sie ausdrücke" (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Anhaltendes Jucken am ganzen Körper; um 4 Uhr (früh oder abends? vr) tritt eine Krisis ein, sie gähnt; nervöses Gähnen (12. T.). (4)

Im Schlund, in der Mandelgegend, Empfindung, die dazu nötigt „hum, hum" zu machen – wie zum Freimachen des Kehlkopfs von Schleim, der fast immer fest sitzen bleibt oder sich in so kleiner Quantität löst, daß es unmöglich ist, ihn auszuspucken. Diese „Hum-Hum"-Bewegung bringt einen Kitzel herbei, der einen trockenen Husten auslöst, der ziemlich oft wiederkehrt und eine schmerzhafte Erschütterung im Kopf und den Brustwänden erzeugt (ab 3. T.). (4)

Bis gegen 3 Uhr früh war sie genötigt, den Mund zum Atmen offenzulassen. Die eingeatmete Luft tat ihr weh und brannte (5. N.). (4)

Ständiges Augenlidzucken, das fast am Sehen hindert. (8)

Die Augen brennen, sie sind morgens rot und ein klein wenig verklebt; wenn sie die Augen zumacht, fällt es ihr schwer, sie wieder zu öffnen; blinzelt nervös, um gucken zu können (5. T.). (4)

Ständige Augenbewegungen (Bönninghausen), rollend (Boger) (20).

Rheumatische Schmerzen in den Nieren, Knien, Leisten, dem Unterbauch und den Schenkeln; kann sich nur mit Mühe aufrechthalten und die Knie nicht geradehalten (12. T.). (4)

Er kann weder auf der linken noch der rechten Seite liegen (Mann, chron. Harnwegsinfektion). (7)

Sie kann nur auf dem Rücken liegen und verliert das Bewegungsvermögen vollkommen (bei hysterischem Anfall; 13. T.). (4)

Bosheit, Destruktivität

Macht den Eindruck, „alles zu tun, um die Menschen um sich herum zu vergraulen" – lt. Mangialavori will sie auf diese Art der ganzen Umgebung ihre Überlegenheit und Unabhängigkeit demonstrieren; scheint ihre Angst, zur Last zu fallen, zu Recht zu haben, indem sie weiß, daß sie mit ihrer Wesensart niemals einen echten Freund, einen Mann oder ein Kind haben kann (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Abneigung gegen Familienmitglieder (Mangialavori). (33)

Abneigung gegen den Ehemann (Mangialavori). (33)

Haß auf Frauen (Vithoulkas); Abneigung gegen weibliche Kinder, die eigenen Töchter (Choudhuri). (20)

Alle Nächte schlaflos...; traurige Gedanken; Eifersucht (ab 14. N., bei der Regel). (4)

Sagt „Ich bin von Natur aus eifersüchtig und besitzergreifend gegenüber allem, was mir gehört", und das entspricht der Wahrheit. Sie selbst hat alle möglichen Affären, aber wenn ihr Partner eine Andere anschaut, rast sie vor Eifersucht (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Träumte mit 12 Jahren, ihre Literaturlehrerin zu hauen, weil diese böse und falsch zu ihr gewesen sei, und als Erwachsene, ihren Mann zu schlagen, weil er sie ablehne. Unter Sep., das sonst ein wenig besserte, schlug sie den Mann wirklich, mit dem Regenschirm, erst aus Eifersucht, dann, weil er den Regenschirm kaputtgemacht habe – dabei war sie selbst es, die ihn auf seinem Rücken zerschlagen hat – und dann, weil er einfach nichts sagte, weil man daran gemerkt habe, er habe etwas zu verbergen; und sie sagt, er könne noch froh darum sein, denn sie hätte ihn am liebsten umgebracht (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Sie überlegt, was sie den ganzen Tag über zu tun hat, und es kommen ihr einige gefährliche Ideen, aber sie stoppt sich, bevor sie sie in die Tat umsetzen kann (ab 14. T.). (4)

Von allen Männern wird sie angezogen, ohne Unterschied. Wenn sie einem Mann die Hand gibt, empfindet sie sehr große Verwirrung, der sie nur mit großer Mühe Herr werden kann... Als man sie am Abend eine Stunde allein gelassen hatte, fügte sie sich in der Hoffnung, diesen Zustand zu beseitigen, mit einem Federmesser eine sehr große Wunde an den Schamlippen zu (7. T.). (4)

Eigensinn

„Ein 2j. Mädchen litt seit langem an Appetitlosigkeit... und täglich drei bis acht Krampfanfällen, seit einer leichten Gemütsbewegung, bei denen das Gesicht des Kindes schwärzlich wurde, es den Atem verlor, daß man glauben mußte, es ersticke, und die Glieder, vor allem Hände und Arme, ganz steif wurden (für kindliche Zornkrämpfe typisches Bild, vr). Kein Mittel hatte auch nur gebessert. Dann sah sie einen Rettich, verlangte ihn gebieterisch und verspeiste ihn mit Salz. Seitdem wurde sie fröhlicher... und nachdem sie einen zweiten dieser Rettiche gegessen hatte, wurde sie vollkommen gesund." (3.4)

Fühlt sich im Kloster eingesperrt und ausspioniert, obwohl sie von ganzem Herzen dahin gewollt hat (junge Nonne, Eßstörung). (16.2)

Was sie sich vorstellen und was ihnen wichtig ist, muß genau so von den anderen Menschen ausgeführt werden; sie können es nicht verstehen, daß niemand das immer vermag. (17)

Kann es nicht ertragen, wenn jemand ihr gegenüber recht behalten will. Wutanfälle, wenn eine Mitarbeiterin etwas nicht so tut, wie sie es sagt. Mag zuweilen nicht einmal ihren Kundinnen im Schönheitsinstitut die Wünsche erfüllen, „wenn sie es auf ungute Art fordern" oder wenn die Wünsche ihrem Geschmack nicht entsprechen – überzeugt die Kundinnen lieber, daß sie selbst recht hat. Gegen den Partner ist sie einmal richtig brutal geworden, weil es ihr bei ihm nicht gelungen sei, ihren Willen durchzusetzen; sie sagt, wobei sie zu weinen beginnt: „Ich bin sehr eifersüchtig, und er erzählt mir nur einen Riesenhaufen Lügen – warum funktioniert mein Kopf bei ihm nicht?" (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Ekelgefühl

Das Äußere ist ihr sehr wichtig, braune Flecken und Pickel im Gesicht stören sie über Gebühr. Ist Kosmetikerin, leitet ein Schönheitsinstitut (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Aufstoßen von sehr üblem, fast fauligem Geruche (20j. Mann, „sooft er Rettich gegessen hatte"). (2.2)**

Aufstoßen, Schweiß und Harn riechen nach Rettich (mehrere Vergiftete). (2.2)**

Flatus riechen nach Rettich (n. nahrungsüblichen Mengen roher Rettiche) (2.2)** oder faulen Eiern (durch geschmorte oder gekochte Schwarzrettiche) (12).

Geruch nach Rettich in der Nase; Geschmack nach Rettich, Übelkeit erregend, sauer / ätzend (aigre) (30j. leberkranker Mann, n. Rettichessen). (3.1)**

Völlegefühl, Brechreiz, bitteres Aufstoßen oder eher ein bitterer Dunst, der in den Schlund aufsteigt; Zucker bringt dieses Symptom hervor; sie schluckt alles nur mit Ekel, abends (4. T.). (4)

Ekel (1. T.; 28j. Mann). (2.3)

Den ganzen Morgen ... ständiger Ekel... (2. T.; 30j. leberkranker Mann, n. Rettichessen). (2.2)**

Anhaltender Ekel hindert am Niederlegen...; sehr übler Geschmack (1. Abend; 42j. Frau, n. drei Rettichen). (2.2)**

Abneigung gegen jede Speise und den Schnupftabak, an den er in hohem Maße gewöhnt war (2. T. abends; 30j. leberkranker Mann, n. Rettichessen). (3.1)**

Anhaltender Appetit, Abneigung gegen Fleisch, Durst (2. T.). (4)

Kein Appetit; er nimmt nur ein wenig Brühe zu sich (6j. Junge, n. Verzehr v. 20 Rettichen; 3. T.). (3.1)**

Baldiges Sattsein beim Essen (Fälle von Obstipation). (2.5)

Empfindlichkeit (gegen Kritik, schlechte Nachrichten usw.)

Alles regt sie auf, selbst Dinge, die völlig unbedeutend erscheinen (12. T.). (4)

Stumpfheit / Benommenheit (hébétude) und beim geringsten Wort Verlangen, zu weinen (2. T.). (4)

Zorn durch Situationen, in denen sie sich unverstanden glaubt oder meint, man habe zu wenig Interesse an ihr. Als der Arzt nach ihrer Arbeit fragt, nimmt sie das hocherfreut als Gelegenheit, von sich zu erzählen, und schweift aufs Gefühlsmäßige ab. Als er nochmals nach der Arbeit fragt, ist sie beleidigt: „Das habe ich doch gerade gesagt, sind Sie zu dumm, es zu verstehen?" Reagiert sehr erbost, als er sie am Ende der Konsultation fragt, wegen welchen Problems sie genau gekommen sei – hat das Gefühl, er habe nicht richtig zugehört (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Erregbarkeit (durch Geräusch usw.)

Schärft die Sinne (Dioscorides). (2.5)

Scharfes Sehen. (2.4)

So starker Ekel und Brechreiz, daß ihm Hören und Sehen vergeht (leberkranker 30j. Mann, n. Rettichessen). (3.1)**

Furcht

Große Faulheit und Gleichgültigkeit, Grauen vor Lärm (4. T.). (4)

Stumpfheit / Benommenheit (hébétude), Traurigkeit und Tränen, abwechselnd mit Hoffnung; sie befürchtet, allen zur Last zu fallen (2. T.). (4)

Ausgeprägte Furcht, zur Last zu sein (eine Frau). (16.2)*

Große, fast wahnhafte Furcht vor Abhängigkeit; sie will von niemandem abhängen und niemandem zur Last fallen, weshalb ihr vor dem Gedanken graut, krank oder alt zu werden (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

„Den Raphanuspatienten schreckt der Gedanke, daß er eines Tages vielleicht doch einen Menschen um sich bräuchte, aber dann keiner in der Lage wäre, einen Menschen wie ihn zu ertragen. Er weiß genau, daß es für Andere sehr schwierig ist, mit ihm zusammenzuleben. Bei dem Gedanken, kein Kind zu haben, wenn er eines Tages eines bräuchte, um ihn zu unterstützen und sich um ihn zu kümmern, hat er Angst. Aus diesem Grund, nicht der menschlichen Kontakte wegen, kann Raph. ein Kind wollen." (17)

Sie beunruhigt sich über ihren Zustand und kann zur Zeit nicht glauben, daß er von der Arznei komme; sie vergißt die Arznei ganz und glaubt, daß sie eine Krankheit habe, von der man zuvor nichts gewußt hat (13. T.). (4) (Mit dieser Idee könnte sie durchaus recht gehabt haben. Das Wichtige an dem Symptom ist wohl eher, daß sie die Arznei-Einnahme verdrängt. vr)

Glaubt eine unheilbare, unbekannte Krankheit zu haben, weil ihre Kopfschmerzanfälle immer wiederkehren (40j. Frau). (17)

Gesicht elend aussehend, livid, Augenringe; er sah einem Toten so ähnlich, daß er selbst darüber erschrocken war. Bangigkeit und Todesfurcht, obwohl er umhergehen konnte und wenig Schmerzen hatte (2. T. abends; 30j. leberkranker Mann, n. Rettichessen). (3.1)**

Fürchtet sich vor dem Familienleben, das ihr heroisch vorkommt; kann sich Mutterschaft nicht vorstellen (junge Frau, Eßstörung). (16.2)

Furcht, Kinder zu kriegen, weshalb sie seit Jahren die Pille nimmt, was ihr selbst zuwider ist – weil sie erhöhte Fibrinogenwerte und eine Häufung von Schlaganfällen in der Familie hat, befürchtet sie ohnehin, einen Apoplex zu erleiden und gelähmt zu bleiben, und die Hormone erhöhen dieses Risiko noch; überlegt, sich sterilisieren zu lassen, aber vor Ärzten und Krankenhäusern graut ihr noch mehr (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Glaubt, daß sie am Verrücktwerden sei (junge Frau, Eßstörung). (16.2)

Furcht vor Ratten (junge Frau, Eßstörung). (16.2) (Siehe Träume! vr)

Hydrophobie (einwertig – Mangialavori); psychische, kann aus Furcht nicht schwimmen (zweiwertig – Mangialavori). (21)

Psychisch fühlt sie sich stark (5. T.). (4)

Gedächtnis

Sie beginnt das Gedächtnis zu verlieren, durch Faulheit des Verstandes (paresse de tête) (3. T., abends). (4)

Große Ermüdung von Körper und Geist, Gedächtnisverlust; es strengt sie sehr an, (sich zu erinnern), und sie erinnert sich nur mit Mühe, was gerade gesagt wurde (4. T.). (4)

Viel physische und psychische Faulheit, Verlust des Gedächtnisses; den ganzen Tag suchte sie immer nach dem Gedanken oder der Idee, die sie eben gehabt hatte, wollte ständig zurückkommen auf das, was sie gedacht hatte, und dieser Zustand ermüdete sie sehr; sie ging aus und vergaß bei jedem Schritt von neuem, was sie zu tun vorhatte (ce qu´elle allait faire) (5. T.). (4)

Schlechtes Gedächtnis für Lernen und Lesen, gar keins für Namen, aber gutes visuelles Gedächtnis. Im Follow-up erklärt sie es damit, daß sie sich nicht erinnern wolle, sich nur merke, was sie interessiere; als Kosmetikerin ist ihr das Visuelle wichtig; Menschen und Gelesenes dagegen bedeuten ihr wenig, als Kind in der Schule hat sie auf Durchzug geschaltet. Nach Raph. wird das Gedächtnis besser, weil sie gewahr wird, daß es ihr eigenes Desinteresse war, das die Merkfähigkeit minderte (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Gedanken, Denkvermögen

Faulheit des Geistes und Stumpfheit (3. T.). (4)

Ungemeine Ermüdung des Verstandes, der fast auf Null reduziert ist (4. T.). (4)

Dösigkeit (engourdissement), Faulheit des Geistes, sie ist in Gedanken nicht mit dem beschäftigt, was sie gerade macht, und doch auch mit keinem anderen Gegenstand (1. T.). (4)

Wenn sie einer Gedankenreihe folgen will, wird ihr Kopf benommen (embarrassée), sie wird wie stumpfsinnig, denkt an nichts mehr und blickt vor sich hin, ohne zu sehen (regarde sans voir) (3. T.). (4)

Morgens, Kopfweh, vor allem im Hinterhaupt; ... wenn sie den Finger auf die Mitte des Hinterkopfes legt, Empfindung von Kitzel (chatouillement), oder eher von Frösteln, im Rücken, der Brust und den Armen, und Verlieren der Gedanken (3. T.). (4)

Verlust der Gedanken, Erschöpfung; Sprechen bereitet ihr große Schwierigkeiten (bei Hitzewellen; 4. T.). (4)

Das Gedächtnis kommt zurück, sie ist sehr klar / lebendig (vive) im Kopf, schnelles Denken (ésprit prompt) (12. T.). (4)

Sehr große Erregung des Geistes, die Nacht vergeht ohne Schlaf, übermäßige Gehirnaktivität (14. N.). (4)

Ungewöhnliche Aktivität des Gehirns; alle Nächte vergehen ohne Schlaf; seltsame Gedanken; sie überlegt, was sie den ganzen Tag über zu tun hat, und es kommen ihr einige gefährliche Ideen, aber sie stoppt sich, bevor sie sie in die Tat umsetzen kann (ab 14. T.). (4)

Nymphomanie... Während des Tages blieb ihr genug Vernunft, ihren Zustand zu beurteilen; sie war darüber verzweifelt, aber der Verstand reichte nicht aus, die sexuellen Empfindungen zu bemeistern; am Abend hatte sie keinen Verstand mehr; anhaltende geile Gedanken (7. T.). (4)

Gesichtsausdruck

Gesicht blaß, Angst, große Schwäche und großes Leiden ausdrückend (1. Abend; 42j. Frau, n. drei Rettichen). (2.2)**

Die Krankheit verursacht Entmutigung und Angst, mit bleichem, leidendem Gesicht (57j. Mann, chron. Durchfall). (3.4)

Traurigkeit, die Tränen sind unmöglich zurückzuhalten; die Stimme nimmt einen traurigen Klang an, und auch die Augen drücken Traurigkeit aus (9. T.). (4)

Bei Erregung werden Gesicht und Dekolleté dunkelrot (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Gier, Suchtverhalten

Sie kennen keinen Genuß, sondern nur die Menge, das Sich-Vollstopfen; sie empfinden bei nichts Freude; ihr einziges Vergnügen ist, mehr und immer mehr zu besitzen, anzuhäufen, sich vollzustopfen bis zum Platzen, aus Furcht vor Mangel in Gegenwart und Zukunft, ähnlich dem ängstlichen Geizhals Onkel Dagobert; so konsumieren sie Essen, Geld, Beziehungen, Sex; echte Beziehungen zu anderen Menschen haben sie kaum, stattdessen versuchen sie, sich Freundschaft oder Hilfe zu kaufen. (17)

Könnte ein Heilmittel für gewisse Formen des Alkoholismus sein. (7)

Hilft sowohl dem beginnend Leberinsuffizienten, der nichts mehr verdaut, als auch dem plethorischen Gastwirt, der sich nichts verweigert. (18)

Eine der von Nusser dokumentierten Rettichvergiftungen stammt von einem 6j. Jungen, der, obwohl „intelligent fürs Alter", zwanzig junge Rettiche auf einmal gegessen hat (3.1). Es ist ungewöhnlich, daß ein kleines Kind freiwillig eine so scharfe und schwer verdauliche Speise verzehrt, noch dazu in dieser Menge. Moderne Kasuistiken zeigen, daß dies Allesfressertum zum AMB von Raph. gehört. vr

Verlangen nach Gemüse und Süßem; wenn sie eine Torte sieht, muß sie sie sofort probieren (nach Sep.; 40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Gieriger Appetit, und sobald sie gegessen hat, empfindet sie sich als dünner ... (6. T.). (4)

Schlafstörung durch Hunger (Jahr). (20)

Bulimie: ißt zum Frühstück eine Riesenschüssel Haferflocken, den Tag über immer wieder Käse oder Kuskus; muß sich vollgestopft fühlen, um schlafen zu können, und meint ihrer Müdigkeit ebenfalls mit Essen entgegenwirken zu müssen, wozu sie sich sogar in die Klosterküche schleicht (junge Frau). (16.2)

Kann lange ohne Essen bleiben, was ihr zuvor wegen der Magenschmerzen unmöglich gewesen war, obwohl sie zugleich mehr Appetit bekommen hat (Heilwirkung; 49j. Frau, Lienterie mit Aszites). (3.4)

Verlangen nach Schokolade (Mangialavori). (21)

Anhaltender Appetit, Abneigung gegen Fleisch, Durst (2. T.). (4)

Er trank viel mehr, als er harnte, obwohl die Harnmenge groß (considérable) war (6j. Junge, n. Verzehr v. 20 Rettichen; 6. T.). (3.1)**

Ständiger sehr heftiger Durst, tagelang (zwei Vergiftete) (2.2)**; Appetitlosigkeit mit heftigem, anhaltendem Durst (mehrere Geheilte) (3.4).

Appetitmangel, aber großes Verlangen nach abgekochter süßer Milch (5. T.; 6j. Junge, n. Verzehr von 20 Rettichen). (2.2)**

Nymphomanie. Von allen Männern wird sie angezogen, ohne Unterschied. Wenn sie einem Mann die Hand gibt, empfindet sie sehr große Verwirrung, der sie nur mit goßer Mühe Herr werden kann; diese Symptome steigern sich bis zum Delirium, zur Raserei... Vom Morgen bis zum Mittag hätte sie keinem Mann sexuell widerstehen können, für den sie auch nur das geringste Gefühl von Freundschaft empfand; von Mittag bis 18 Uhr hätte sie überhaupt keinem Mann widerstanden, egal wem; von 20 bis 23 Uhr aber wurde das sinnliche Verlangen derart heftig, daß es alle Scham und alle Vernunft zum Schweigen brachte; es ging bis zum Delirium, bis zur Raserei, und sie hätte sich auf den ersten besten Mann gestürzt, der ihr begegnet wäre. Während des Tages blieb ihr genug Vernunft, ihren Zustand zu beurteilen; sie war darüber verzweifelt, aber der Verstand reichte nicht aus, die sexuellen Empfindungen zu bemeistern; am Abend hatte sie keinen Verstand mehr; anhaltende geile Gedanken (7. T.). (4)

Ist in ein streng kontemplatives Kloster gegangen, ohne je das geringste Verlangen nach einem Liebesleben gehabt zu haben; will nur eines: ganz Gott gehören; trotzdem seit dem Klostereintritt ... Wahnideen, daß junge Patres sie anschauten und sich mit ihr befreunden wollten. Zuletzt sagt sie, sie komme sich wie der böse Dämon selbst vor, weil sie bei jeder Spur von Freundschaftsempfinden zu einem Mann glaube, daß es „gleich viel zu weit gehen" könnte (junge Frau, Eßstörung). (16.2)

Gleichgültigkeit

Große Faulheit und Gleichgültigkeit (ab dem 3. T.). (4)

Es ist, als begegne sie im Vorbeigehen nur trockenen / uninteressanten Dingen (il semble qu´elle ne rencontre que des choses sèches en passant) (3. T.). (4) (Allens Encyclopedia übersetzt „Es scheint ihr, als sei alles Geschluckte trocken", weil er textlich im Zusammenhang mit Halssymptomen steht. Ich halte dies für falsch. Moderne Fälle zeigen, daß Raph. chronische Freudlosigkeit behebt, die Chin. ähnelt. vr)

Hat früher „nur gegessen, um zu leben", nach Sep. kommt latente Eßgier hoch (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Es ist ihr sehr schwergefallen, aus ihrem Bett aufzustehen; sie lag dort ohne sich zu bewegen und ohne zu denken, aber eine Vielzahl von Bildern zog vor ihren Augen vorbei... Es kommt ihr vor, als sei sie woanders hin versetzt und spreche mit einer anderen Person; sehr ruhig und gleichgültig, auch das war wie ein Bild (10. T.). (4)

„Trotz ihrer heftigen Leiden zeigen diese Kranken einen eigenartigen Gemütszustand. Sie fühlen, daß es mit ihnen vorbei sei, daß ihre Stunde geschlagen habe – und akzeptieren das beinahe." (11)

Hast, Eile, Schnelligkeit, Zeitsinn

Sie verdaut sehr schnell (2. T.). (4)

Sehr klar / lebendig (vive) im Kopf, schnelles Denken (ésprit prompt) (12. T.). (4)

Mag es, Dinge in möglichst kurzer Zeit zu erledigen; arbeitet lieber in Eile als langsam. Spricht so schnell, daß der Arzt kaum mitkommt, und doch muß er, das fordert sie, alles sehr schnell erfassen und korrekt aufschreiben. Zur Entspannung marschiert sie, und zwar schnell; ginge sie langsam, würde sie sich müde fühlen und die Anstrengung in den Beinen spüren (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Erwartet vom homöopathischen Arzt, daß er sie in einer einzigen Sitzung vollkommen versteht und mit einer einzigen Arzneigabe alles heilt, was sie an Beschwerden hat, von den Kopfschmerzen bis zur Eifersucht; erbost, als er zeigt, daß er das nicht kann (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Hysterie

Affektkrämpfe (2j. Mch.). (3.4)

Hysterische und nymphomanische Anfälle (ab 7. T.). (4)

Launische Verstimmung (manie capricieuse – es könnte ursprünglich „manière" geheißen haben, dann hieße es „launisches Wesen", vr), Stumpfheit / Benommenheit (hébétude), Traurigkeit und Tränen, abwechselnd mit Hoffnung; sie befürchtet, allen zur Last zu fallen (2. T.). (4)

Eifersucht „aus einer hysterischen Kondition heraus, man könnte meinen, direkt vom Uterus (oder den männlichen Genitalien) her. Die Emotionen sind kapriziös mit Traurigkeit, ununterdrückbaren Tränen und doch wieder hoffnungsvollen Intervallen." Emotionale Ausbrüche mit Atembehinderung „durch verklemmte Blähungen". (15.1)

Liebe, Zuneigung, Beziehung

Empfindet (bei ihrer Umgebung) einen großen Mangel an Liebe und Herzlichkeit, zieht sich darum auf sich selbst und in die Einsamkeit zurück. Auch ihr Klostereintritt trägt dieses Gepräge (junge Frau, Eßstörung). (16.2)

Abneigung, angefaßt oder berührt zu werden (Mangialavori). (21)

Abneigung gegen den Ehemann (Mangialavori). (33)

Sie erscheinen gefühlskalt (mehrere F.); benimmt sich kühl, ja hart, abstoßend (40j. Frau, Kopfschmerz) (17).

Sie „tun alles, um sehr, sehr unsympathisch zu erscheinen, als wollten sie eine Zone verbrannter Erde um sich schaffen", „wollen nicht nett erscheinen", „bemühen sich nicht um ein gutes Verhältnis", sind „überkritisch", „sehr kühl", „können nicht zuhören, sondern bloß von sich selbst reden". Sie scheinen andere Menschen nur zu benutzen. Unfähig, eine Freundschaft aufzubauen, streben sie stattdessen eine Machtposition an, vor allem durch Geld; sie beruhigen sich mit dem Gedanken, Hilfe kaufen zu können. (17)

Abneigung gegen Familienmitglieder (Mangialavori). (33)

Abneigung gegen Kinder, vor allem kleine Mädchen (7. T.) (4); gegen die eigenen Töchter (Choudhuri) (20).

„Ich mag keine Kinder und habe sie noch nie gemocht; je weiter sie mir vom Hals bleiben, desto besser, sogar wenn ich sie auf der Straße sehe, ist mir das zuwider, sie sind nichts als ein Haufen Ärger" (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Haß auf Frauen (Vithoulkas) (20), bei Frauen (15.1); Abscheu vor Personen des eigenen Geschlechts (19); Frauen, die ausschließlich Männer um sich haben wollen (9).

Empfindung von Abneigung gegen alle Frauen; wenn sie um sich herum Frauen kommen und gehen sah, machte sie das ungeduldig; wenn sie sich näherten, geriet sie in Raserei; das bloße Rascheln eines Frauenkleides bereitete ihr ein unerträgliches Weh; wenn eine derjenigen Frauen, die sie sehr gern hat, sie bei der Hand nahm, empfand sie einen Überdruß (ennui), einen Ekel, einen Zorn (rage), der sie verbrannte (7. T.). (4)

Alle Nächte schlaflos, sehr große Anspannung der Nerven; traurige Gedanken; Eifersucht (ab 14. N., bei der Regel). (4)

Hat jedes halbe Jahr einen anderen Freund, weil kein Mann ihren Wünschen entspricht, sexuell und menschlich. Erträumt sich einen idealen Partner, der immer und überall für sie da ist, egal was sie selbst gerade macht, gleichsam einen Partner auf Eis, den sie nach Bedarf auftauen und wieder in den Kühlschrank legen kann, und versteht nicht, weshalb jemand, der sie liebt, nicht bereit ist, so zu sein. Sie selbst hat alle möglichen Affären, aber wenn ihr Partner eine Andere anschaut, rast sie vor Eifersucht. Nach Raph. beginnt sie eine dauerhafte Beziehung und hält sie durch (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Nymphomanie. Von allen Männern wird sie angezogen, ohne Unterschied. Wenn sie einem Mann die Hand gibt, empfindet sie sehr große Verwirrung, der sie nur mit goßer Mühe Herr werden kann... Das Gefühl / Liebesempfinden (sentiment) war völlig auf dem Nullpunkt, allein die Physis sprach ... Vom Morgen bis zum Mittag hätte sie keinem Mann sexuell widerstehen können, für den sie auch nur das geringste Gefühl von Freundschaft empfand; von Mittag bis 18 Uhr hätte sie überhaupt keinem Mann widerstanden, egal wem; von 20 bis 23 Uhr aber wurde das sinnliche Verlangen derart heftig, daß es alle Scham und alle Vernunft zum Schweigen brachte...; sie hätte sich auf den ersten besten Mann gestürzt, der ihr begegnet wäre (7. T.). (4)

Ist in ein streng kontemplatives Kloster gegangen, ohne je das geringste Verlangen nach einem Liebesleben gehabt zu haben; will nur eines: ganz Gott gehören; trotzdem ist sie seit dem Klostereintritt eßsüchtig, bekommt Dysmenorrhoe, Blähungsbeschwerden und Wahnideen, daß junge Patres sie anschauten und sich mit ihr befreunden wollten. Zuletzt sagt sie, sie komme sich wie der böse Dämon selbst vor, weil sie bei jeder Spur von Freundschaftsempfinden zu einem Mann glaube, daß es „gleich viel zu weit gehen" könnte, daß es ihr nicht gelingen könnte, „zugleich Verlangen und Klugheit zu haben". Darum muß sie das Kloster verlassen. Nach Raph. wird sie diesen Zwangsgedanken los und begreift: „Ein Mann kann mich auch bemerken, ohne daß er gleich mein spezieller Freund sein will, das erleichtert mich sehr". Zugleich fängt sie an, sich eine Ehe vorstellen zu können (eine junge Frau). (16.2)

Fürchtet sich vor dem Familienleben, „ich habe keinerlei Verlangen nach Mutterschaft, und das Familienleben kommt mir heroisch vor"; nach Raph. bessert sich das (junge Frau, Eßstörung). (16.2)

Hätte gern Freunde, aber kann weder mit Männern ohne Schüchternheit umgehen noch mit Frauen; bei ersteren kommen gleich Gedanken an Sexualität auf, sogar gegenüber einem Vetter, und zu letzteren besteht keine innere Beziehung, kein Verlangen, sich zu befreunden (junge Frau, Eßstörung). (16.2)

Gemütssymptome in der Schwangerschaft (Mangialavori). (21)

Angst um die Gesundheit von Verwandten (Mangialavori). (33)

Religion, Störungen im Zusammenhang mit der

Ungemeine Beängstigungen, sie glaubte zu sterben. Zeitgleich mit mir hatte man auch einen Geistlichen gerufen, der ihr die Sakramente spenden sollte (42j. Frau, kurz n. Rettichessen). (3.1)** (Clarke formulierte das Symptom um: „Der Tod wird für so nahe gehalten, daß der Kranke religiösen Trost sucht" (7). Im Repertorium ist die unbrauchbare Rubrik „Trost bessert; religiöser" daraus geworden. vr)

Ist in ein streng kontemplatives Kloster gegangen, ohne je das geringste Verlangen nach einem Liebesleben gehabt zu haben; will nur eines: ganz Gott gehören; trotzdem ist sie seit dem Klostereintritt eßsüchtig, hat Dysmenorrhoe, Blähungsbeschwerden und Wahnideen, z. B., daß junge Patres sie anschauten und sich mit ihr befreunden wollten. Darum wird sie in die „Welt" zurückgeschickt. Nach Raph. kann sie sich eine Heirat vorstellen und akzeptiert, daß sie bei den Nonnen nicht durchhalten würde, obwohl die Sehnsucht, heilig zu werden, weiterbesteht (eine junge Frau). (16.2)

Ruhelosigkeit

Morgens nervös (7. T., vor dem ersten Anfall von Nymphomanie). (4)

Nacht unruhig, Reden im Schlaf (bei Fieber; 12. N.). (4)

Viel Unruhe (agitation) bis 1:30 Uhr, dann fing sie an, sich zu beruhigen, und schlief einen schweren Schlaf (3. Nacht). (4)

Die eingeatmete Luft tat ihr weh und brannte im Hals, als sei alles roh und wund (au vif), was ihr viel Unruhe bereitete (5. Nacht). (4)

Gefühl von Klopfen im Epigastrium und von Anschwellung (enflure) des Magens; es fällt ihr schwer, ruhig sitzenzubleiben (a peine de tenir sur son séant) (3. T., abends). (4) (Séant heißt „Sitzfleisch", aber auch „schicklich, anständig", der Halbsatz kann also auch bedeuten, daß es ihr schwerfalle, sich zu benehmen. vr)

Unruhe, Sich-Winden und Stöhnen vor Schmerz (alter Mann, inkarzerierte Flatus). (10)

Schreien

Beim Erbrechen entschlüpfen mir Schreie, als ob ich etwas austoben müßte (40j. Frau). (17)

Selbstvertrauen

Sie scheinen sich in einer Konkurrenzsituation zu fühlen; es ist, als müßten sie ständig um Überlegenheit kämpfen. (17)

Hat sich zur Chefin eines großen Schönheitsinstituts hochgearbeitet, es ganz allein mit ihrer Energie aufgebaut, und ist sehr stolz darauf. In den Schilderungen ihrer Kindheit betont sie, aus ärmlichen dörflichen Verhältnissen heraus aus eigener Kraft eine reiche und wichtige Persönlichkeit geworden zu sein. Erscheint fast so hochmütig wie Platinum; zum Arzt ist sie nett, aber kühl, wie man zu jemandem ist, den man für eine qualifizierte Dienstleistung zahlt, und zur Sekretärin unhöflich wie zu einer Magd; die Art, wie sie die Hand reicht, ist sehr von oben herab. Anders als ein Plat.-Patient aber meint sie ständig zeigen zu müssen, daß sie überlegen ist, stark, gut, clever; will demonstrieren, daß sie ein Recht auf Anerkennung besitze, weil sie so viel geleistet habe; Mangialavori hat sogar den Eindruck, sie wolle den Arzt sehen lassen, wie interessant sie sei, und als Gegengabe hierfür alles von ihm verlangen (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Sagt, sie komme sich wie der böse Dämon selbst vor, weil sie bei jeder Spur von Freundschaftsempfinden zu einem Mann glaube, daß es „gleich viel zu weit gehen" könnte, daß es ihr nicht gelingen könnte, „zugleich Verlangen und Klugheit zu haben" (junge Nonne, Eßstörung). (16.2)

Zorn, danach rasch Reue (Mangialavori). (21)

Sprechen

Nacht unruhig, Reden im Schlaf (bei Fieber; 12. N.). (4)

Viel Schlaf in der Nacht mit leichtem Gemurmel, als unterhalte er sich mit seinen Spielgefährten (1. N.); schlief oder vielmehr schlummerte den ganzen Tag und redete dabei oft, als streite er mit seinen Spielgefährten (2. T.) (bei Fieber; 6j. Junge, n. Verzehr von 20 Rettichen). (3.1)**

Kopfweh in Stirn und Hinterhaupt; eine Art von Schmerz, den sie nicht beschreiben konnte (2. T., morgens; 42j. Frau, n. Essen dreier Rettiche). (3.1)**

Sprechen bereitet ihr große Schwierigkeiten (bei Hitzewellen, s. Modalitäten; 4. T.). (4)

Hysterischer Anfall... Als sie wieder etwas zu sich kommt, kann sie weder reden noch sich bewegen (13. T.). (4)

(Von recht gutem Charakter, doch erschien sie etwas geschwätzig (vorbestehender Charakter; 49j. Frau, chron. Diarrhoe mit Aszites). (3.4))

Spricht bei der Konsultation sehr viel, schnell, auffallend abgehackt, dabei aber immer unklar und mit raschem Themenwechsel, so daß der Arzt Schwierigkeiten hat, mitzukommen, und sich „ganz erschlagen" fühlt; wenn er den Eindruck macht, aufmerksam zu sein, strukturiert sie ihre Rede besser. Redet gern von sich selbst, aber nur von dem, was sie erzählen will; gibt dem Arzt keine Gelegenheit zum Sprechen oder Nachfragen, denn es könnte ja Widerspruch kommen, aber sie will sich genau so darstellen, wie sie sich selbst sieht (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Thema „Tod" (Suizidalität etc.)

Gefühl, zu sterben, beim Kopfschmerzanfall, das nach Erbrechen vergeht (40j. Frau). (17)

Hysterischer Anfall: Schmerz in der Wirbelsäule, als dränge sich ein Fremdkörper mit Gewalt von oben nach unten; es gibt Stellen, wo er stehenbleibt, als stelle sich ihm ein Hindernis in den Weg. Das verursacht ihr Schmerzen in der Brust und in allen Teilen, wo der Fremdkörper hindurchtritt. Der Schmerz strahlt in die Nachbarregionen aus und verursacht eine ungemeine Schwäche; sie kann sich nicht aufrechthalten (se tenir), die Schwäche nimmt immer weiter zu und es kommt ihr vor, als werde sie sterben. Als sie wieder etwas zu sich kommt, kann sie weder reden noch sich bewegen (13. T.). (4)

„Trotz ihrer heftigen Leiden zeigen diese Kranken einen eigenartigen Gemütszustand. Sie fühlen, daß es mit ihnen vorbei sei, daß ihre Stunde geschlagen habe – und akzeptieren das beinahe." (11)

Trance

Hysterischer Anfall... Als sie wieder etwas zu sich kommt, kann sie weder reden noch sich bewegen (13. T.). (4) (Clarke nennt dies „eine Art Katalepsie" (7), weshalb Raph. in der entsprechenden Rubrik steht. vr)

Sehr große Erschöpfung, Geistesabwesenheit; es ist ihr, als sei sie tot und könne sich nicht bewegen, um die Fliegen zu verjagen, welche sich auf ihr Gesicht setzen (4. T.). (4)

Es ist ihr sehr schwergefallen, aus ihrem Bett aufzustehen; sie lag dort ohne sich zu bewegen und ohne zu denken, aber eine Vielzahl von Bildern zog vor ihren Augen vorbei... Es kommt ihr vor, als sei sie woanders hin versetzt und spreche mit einer anderen Person; sehr ruhig und gleichgültig, auch das war wie ein Bild (10. T.). (4)

Traurigkeit, trübe Stimmung

Große Traurigkeit (13. T.). (4)

Traurigkeit und Benommenheit (10. T.). (4)

Traurigkeit beim Aufwachen, mit Verlangen, zu weinen (1. T.). (4)

Traurigkeit, die Tränen sind unmöglich zurückzuhalten; die Stimme nimmt einen traurigen Klang an, und auch die Augen drücken Traurigkeit aus (9. T.). (4)

Eine Viertelstunde nach der Einnahme (eines Tropfens Urtinktur) sehr große Traurigkeit, Ziehen und klopfende Schmerzen laufen durch den Kopf, den Körper und die Glieder; wenn diese Schmerzen sich in Brust oder Bauch bemerkbar machen, bringen sie sie zum Weinen (9. T.). (7)

Die Emotionen sind kapriziös mit Traurigkeit, ununterdrückbaren Tränen und doch wieder hoffnungsvollen Intervallen. (15.1)

Krankhafte Freudlosigkeit, Unfähigkeit zum Genießen. Nur Sich-Vollstopfen und Unabhängigkeit durch eigene Leistung geben ihnen eine gewisse Befriedigung. (17)

Unbehaglichkeit

Sie ist sehr empfindlich gegen die atmosphärische Elektrizität, bekommt davon Unbehagen / Krankheitsgefühle (des malaises) und Niedergeschlagenheit (13. T.). (4)

Fiebergefühl; Kopfweh, allgemeines Unbehagen / Krankheitsgefühl (malaise), taube Schmerzen (douleurs d´engourdissement), Verlangen, sich hinzulegen, ständige Fröste (12. T.). (4)

Geht von selbst zu Bett, viel früher als sonst, weil er sich so krank fühlt (1. T.; 6j. Junge, n. Verzehr von 20 Rettichen). (2.2)**

Hält sich für physisch unfähig, ein weltliches Leben zu führen, weil sie so müde sei (junge Nonne, Eßstörung). (16.2)

Kopfweh am Hinterhaupt, eine Art Unbehagen (gêne) oder Müdigkeit, so etwas Kitzelndes hinter dem Kopf und im Nacken (4. T.). (4)

Unerträglichkeit von Schmerzen oder Empfindungen

Unruhe, Sich-Winden und Stöhnen vor Schmerz (alter Mann, inkarzerierte Flatus). (10)

Atemnot, allgemeines Unbehagen / Krankheitsgefühl (malaise); sie kann weder sitzen- noch auf- noch liegenbleiben; Schmerz im Rücken. – Zieh- und Stichschmerzen, welche ständig im ganzen Körper, dem Kopf und den Gliedern vorhanden waren und ihr großes Leiden verursachten (9. T.). (4)

Verdruß, Mißmut, schlechte Laune

Appetitlosigkeit, Betäubung / Stumpfheit (torpeur), schlechte Laune, gelbliche Gesichtsfarbe (2j. Mch., Zornkrämpfe). (3.4)

Weinen, Wimmern

Traurigkeit, die Tränen sind unmöglich zurückzuhalten (9. T.). (4)

Stumpfheit / Benommenheit (hébétude) und beim geringsten Wort Verlangen, zu weinen (2. T.). (4)

Tabak bringt sie zum Weinen (2. T.). (4)

Ziehen und klopfende Schmerzen laufen durch den Kopf, den Körper und die Glieder; wenn diese Schmerzen sich in Brust oder Bauch bemerkbar machen, bringen sie sie zum Weinen (9. T.). (4)

Um 3 Uhr 15 klagte er weinend über Kopfweh und trank viel Wasser (6j. Junge, n. Verzehr v. 20 Rettichen; 2. T.). (3.1)**

Zorn

Zorn, danach rasch Reue (Mangialavori). (21)

Nervös, traurig; jede Angelegenheit fängt damit an, sie in Zorn zu versetzen, und endet damit, sie traurig zu machen (12. T.). (4)

Rasende Zornanfälle, auch mit Gewalttätigkeit; gewalttätige Träume (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Illusionen

Wahnvorstellungen

Raphanuspatienten scheinen zu glauben, daß sie anders seien als alle Anderen, daß niemand sie verstehe und daß es sinnlos sei, im Umgang mit Anderen ihr Bestes zu geben (sich gut zu betragen), da niemand in der Lage sei, zu verstehen, wer sie wirklich seien, wie es ihnen gehe und welche Probleme sie hätten. (17)

Wegen ihrer Gedanken im Umgang mit Männern kommt sie sich im Kloster „wie der Teufel selbst" vor (junge Frau, Eßstörung). (16.2)

„Beim Erbrechen (im Kopfschmerzanfall) entschlüpfen mir Schreie, als ob ich etwas austoben müßte, als ob ich den Teufel verschluckt hätte – dann (danach) habe ich nicht mehr das Gefühl, zu sterben" (40j. Frau). (17)

Sehr große Erschöpfung, Geistesabwesenheit; es ist ihr, als sei sie tot und könne sich nicht bewegen, um die Fliegen zu verjagen, welche sich auf ihr Gesicht setzen (4. T.). (4)

Lag morgens im Bett, ohne sich zu bewegen oder zu denken, und eine Unzahl von Bildern zog vor ihren Augen vorbei... Es kommt ihr vor, als sei sie woanders hin versetzt und spreche mit einer anderen Person; sehr ruhig und gleichgültig, auch das war wie ein Bild (10. T.). (4)

Sinnestäuschungen

Es vergingen ihr Hören und Sehen (elle perdit l´ouie et la vue), und sie erbrach die gegessenen Rettiche (42j. Frau, kurz n. Rettichessen). (3.1)** (Das könnte eine bloße Metapher für Überwältigtwerden sein. In Bayern, der Heimat der Prüferin, sagt man z. B. „du kriegst solche Prügel, daß dir Hören und Sehen vergeht". vr)

Der Gesichtssinn ist sehr schwach, auf dem rechten Auge geht er ganz verloren (12. T.). (4)

Morgens, Kopfweh, vor allem im Hinterhaupt; ... wenn sie den Finger auf die Mitte des Hinterkopfes legt, Empfindung von Kitzel (chatouillement), oder eher von Frösteln, im Rücken, der Brust und den Armen, und Verlieren der Gedanken; es ist, als lege sich eine Wasserfläche vor ihre Augen (3. T.). (4)

Pieken in den Augen, Hitze dort, wenn sie die Lider schließt, und Kältegefühl, wenn sie sie wieder aufmacht; bei jeder dieser Gelegenheiten kommt ihr vor, als sehe sie doppelt, als schiele (louche) sie (4. T.) (4) (Loucher heißt schielen, louche (adj) bedeutet „trüb, unklar, zweideutig, anrüchig". vr)

Ständiges Geräusch im Kopf wie von kochendem Wasser, ohne Ohrgeräusch (57j. Mann, chron. Durchfall). (3.4)

Geschmack wie von Meerrettich (7) oder fast wie von Pfeffer (3.3).

Bitterer Geschmack, pappig und sauer wie von Essig (57j. Mann, chron. Durchfall). (3.4)

Nach Losrachsen von Schleim, Brennen im Hals und zuckriger Geschmack (5. T.). (4)

Die erste Dosis Raph. C 30 schien ihm die ganze Nacht im Hals zu liegen, und erst am Morgen war sie unten angelangt (Mann, chron. Harnwegsinfektion). (7)

Die Luft kommt kalt in den Mund hinein und geht brennend heiß wieder hinaus (4. T.). (4)

Störung des Geruchssinns. Sie meint schlechtes (gâtée) Eau de Cologne, eine eiternde Wunde oder brennendes schlechtes Öl zu riechen. Der eigene Atem erscheint ihr brennend, und es kommt ihr vor, als komme der Gestank, den sie riecht, aus dem Inneren ihres Kopfes oder aus der Nasenwurzel. Es ist ihr, als habe sie da so etwas wie eine Wunde, welche ein nagendes Gefühl erzeugt (ab 14. T.). (4)

Sehr große Schwäche im Rücken; sie muß ein Korsett anziehen, um sich aufrecht zu halten; Gefühl, als werde sie bucklig; es ist ihr, als krümme sich die Mitte des Rückens, als werde die Taille hohl und als seien die Schultern nicht in Ordnung; Gefühl, als könne sie ihr Gleichgewicht nicht halten (5. T.). (4)

Wenn die Kranke aufsteht, empfindet sie ein Gefühl, als krümmten die Beine sich nach außen (würden O-Beine, vr), und sie macht Anstrengungen, ihr Gleichgewicht wiederzufinden (9. T.). (4)

Träume

Ängstlich, bang, besorgt

Wenig Schlaf und Unruhe mit beschwerlichen / belastenden (pénibles) Träumen (2. N.). (3.5)*

Schlaf mit beschwerlichen / belastenden (pénibles) Träumen (49j. Frau, Lienterie mit Aszites). (3.4)

Wenig Schlaf, oft unterbrochen, auch durch beschwerliche / belastende (pénible) Träume (36j. Mann, chron. Durchfall). (3.4)

Ärgerlich, zornig

Träumt, ihren Partner zu schlagen, weil er sie ablehne. Als Kind Träume, ihre Lehrerin zu hauen, weil sie böse und falsch zu ihr gewesen sei (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Bildlich, symbolisch

Träumt viel, daß sie laufe, gehe, Spaziergänge mache, Treppen hinaufsteige, ein Flugzeug nehme; „ich muß immer gehen, und am Morgen werde ich mit ganz geschwollenen Augen wach" (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Traum „von zwei sich streitenden Abwasserratten. Sie gingen zusammen zum Baden. Im Wasser waren sie sehr leicht, und sie haben sich sehr gründlich gewaschen und in der Sonne getrocknet. Danach waren sie so schön wie zwei Kaninchen nach dem Bad. Am Ende des Traums haben die beiden einen Haufen Rattenkinder geboren. Ich hatte Angst, daß sie sie auffressen würden, ich weiß, Ratten tun das. Aber diese beiden waren Freundinnen und haben ihre Kleinen ausgetauscht und gegenseitig gestillt, als wären es gemeinsame Kinder. Am Ende wußte man nicht mehr, von wem die Kinder jeweils waren, aber sie waren sowieso eine einzige Familie. Die Ratten sind eine große Gemeinschaft" (Heilwirkung; 40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Indifferent oder nicht näher bezeichnet

Lebhafte Träume (1. N.; 28j. Mann, nach Essen v. 5 Schwarzrettichen). (2.2)

Die Nacht, Schlaf voll unruhiger Träume, bis 3 Uhr früh (10. T.; 28j. Mann). (3.1)

Sexuell

Geile / schlüpfrige / feuchte (lubriques) Träume (ab 14. T.). (4)

Unzufriedene, von vergeblichem Mühen usw.

Träumte viel von Schwierigkeiten (contrariétés), aber ohne Traurigkeit und ohne Mattigkeit (1. Nacht). (4)

Schlaf

Schlaflosigkeit, Einschlafstörung

Viel Unruhe (agitation) bis 1:30 Uhr, dann fing sie an, sich zu beruhigen, und schlief einen schweren Schlaf (3. Nacht). (4)

Sehr große Erregung des Geistes, die Nacht vergeht ohne Schlaf, übermäßige Gehirnaktivität (14. N.). (4)

Alle Nächte schlaflos, sehr große Anspannung der Nerven; traurige Gedanken; Eifersucht (ab 14. N., bei der Regel). (4)

Schläft erst um Mitternacht ein wegen der lange anhaltenden Kälte der Füße und Knie (5. N.; 28j. Mann, nach Essen v. 5 Schwarzrettichen). (3.1)

Schlaflosigkeit durch unmäßiges geschlechtliches Verlangen (ein Mann u. eine Frau). (14.1, verif.)

Schlafstörung: durch Hunger (Jahr) (20), durch Jucken (19), durch Schwitzen oder Frostschauder (Jahr) (20).

Aufwachen, Durchschlafstörung

Schlaf bis Mitternacht ganz gut, dann schlecht (46j. Mann, chron. Lienterie). (3.4)

Schlummer voll Unruhe, die Nacht, mit Aufwachen alle Viertelstunde, Kopfweh, Brechreiz (envies de vomir) und ständigem Kneifen um den Nabel (28j. Mann; 4. N.). (3.1)

Schlaf gegen 1 Uhr früh; die ganze Nacht unruhiger Schlummer und oft Erwachen (57j. Mann, chron. Durchfall). (3.4)

Die Nacht, Schlaf voll unruhiger Träume, bis 3 Uhr früh. Er steht (um diese Zeit) mit eingenommenem Kopf und dumpfem Stirnkopfschmerz auf. Um 5 Uhr früh fällt er wieder in ein unruhiges, nur kurz anhaltendes Schlummern zurück (28j. Mann; 10. T.). (3.1)

Ziemlich unruhiger Schlaf die Nacht, von 23 bis 2 Uhr unterbrochen, mit eingenommenem Kopf, eisig kalten Knien und Füßen und häufigem Brechreiz / Brechwürgen (envies de vomir). Gegen 4 Uhr früh schwerer Schlummer, und um 5 Uhr beim Aufstehen Expektoration... (28j. Mann; 12. T.). (3.1)

Schlaf zuweilen durch Bauchweh gestört (39j. Mann, chron. Durchfall). (3.4)

Wenig Schlaf, oft unterbrochen, auch durch beschwerliche / belastende (pénible) Träume (36j. Mann, chron. Durchfall). (3.4)

Schläfrigkeit

Schläfrigkeit (10. T.). (4)

Guter Schlaf von 13 bis 16 Uhr (30j. leberkranker Mann, n. Rettichessen; 2. T.). (3.1)**

Halbschlaf (Jahr). (20)

Somnolenz (leberkranker 30j. Mann, n. Rettichessen). (2.2)**

Schlummer mit Gemurmel, bei hohem Fieber (1. N. u. 2. T.; 6j. Junge, n. Essen v. 20 Rettichen). (2.2)**

Viel Müdigkeit, Zerschlagenheitsgefühl; Verlangen, zu schlafen, um sich zu erholen (13. T.). (4)

Schwindel

Häufig Schwindel, zum Hinfallen / daß sie hätte hinfallen können (au point de tomber), vor allem beim Bücken (49j. Frau, Lienterie mit Aszites). (3.4)

Immer wieder Anfälle von Übelkeit (malaise), wie Ohnmachten (défaillances) (42j. Frau, kurz nach Essen dreier Rettiche). (3.1)**

Konvulsionen

Krampfanfälle, drei- bis achtmal pro Tag, seit einer leichten Gemütsbewegung; dabei wurde ihr Gesicht schwärzlich, sie verlor den Atem, daß man glauben mußte, sie ersticke, und die Glieder, vor allem Hände und Arme, wurden ganz steif (2j. Mch.). (3.4)

Ständiges Augenlidzucken, das fast am Sehen hindert. (8)

Ständige Augenbewegungen (Bönninghausen), rollend (Boger). (20)

Sexueller Trieb

Große sexuelle Erregung, heftige Sehnsüchte (désirs violents) (7. T.). (4)

Nymphomanie. Deren Symptome haben morgens angefangen und sich bis 23 Uhr gesteigert und hörten nach einem sehr starken, zweieinhalb Stunden langen Anfall auf. Von allen Männern wird sie angezogen, ohne Unterschied. Wenn sie einem Mann die Hand gibt, empfindet sie sehr große Verwirrung, der sie nur mit goßer Mühe Herr werden kann; diese Symptome steigern sich bis zum Delirium, zur Raserei. Als man sie am Abend eine Stunde allein gelassen hatte, fügte sie sich in der Hoffnung, diesen Zustand zu beseitigen, mit einem Federmesser eine sehr große Wunde an den Schamlippen zu. (Sie wollte sich selbst beschneiden! vr) Das Gefühl / Liebesempfinden (sentiment) war völlig auf dem Nullpunkt, allein die Physis sprach und versetzte sie in einen fürchterlichen Zustand. Vom Morgen bis zum Mittag hätte sie keinem Mann sexuell widerstehen können, für den sie auch nur das geringste Gefühl von Freundschaft empfand; von Mittag bis 18 Uhr hätte sie überhaupt keinem Mann widerstanden, egal wem; von 20 bis 23 Uhr aber wurde das sinnliche Verlangen derart heftig, daß es alle Scham und alle Vernunft zum Schweigen brachte; es ging bis zum Delirium, bis zur Raserei, und sie hätte sich auf den ersten besten Mann gestürzt, der ihr begegnet wäre. Während des Tages blieb ihr genug Vernunft, ihren Zustand zu beurteilen; sie war darüber verzweifelt, aber der Verstand reichte nicht aus, die sexuellen Empfindungen zu bemeistern; am Abend hatte sie keinen Verstand mehr; anhaltende geile Gedanken (7. T.). (4)

Nymphomanie bei jungen Mädchen. (7)

„Dieses Heilmittel hat den speziellen Wert, dort zu lindern, wo man sonst an eine Circumcision denken würde, sowohl männlich wie weiblich (horribile est dictu! vr), indem es die nervösen Reaktionen mindert, die sonst zu Hysterie oder Reflexepilepsie führen würden." (15.1)

„Reflexepilepsie durch Entfernung der angewachsenen Vorhaut; die Wundheilung wurde durch heftigen Priapismus verzögert" (ein Fall). (6)

Ständiges Kitzeln (chatouillement) der Genitalien, bis 1 Uhr 30 zunehmend, dann beginnt es unter starkem Abgang von Uterussekret (sperme) abzunehmen (ab 14. T.). (4)

Nervöse Reizung der Genitalien, der Klitoris, zur Masturbation treibend. Starker Abgang von Uterussekret (sperme utérin) ohne sexuelles Verlangen (ab 14. T.). (4, verif.)

Geile / schlüpfrige / feuchte (lubriques) Träume (ab 14. T.). (4)

Schlaflosigkeit durch unmäßiges geschlechtliches Verlangen (ein Mann u. eine Frau). (14.1) verif.

Folgen von Masturbation (Choudhuri). (20)

Mit ihrem jeweiligen Partner ist sie nie zufrieden; hat darum jedes halbe Jahr einen neuen und daneben immer noch Affären, was sie nicht daran hindert, rasend eifersüchtig zu sein. Zeigt in ihrer Aufmachung viel Sex-Appeal, will verführerisch erscheinen, was sie „ein wenig zu aggressiv" tut (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Die sexuellen Beziehungen von Raph. sind ohne Gefühl und auch ohne Genuß; sie stopfen sich voll mit Sex wie mit Essen, aber können nie befriedigt, zufrieden sein. (17)

Modalitäten, Causae

Kein Windabgang, obwohl sie durchfällige Stühle hat, 3 Wochen nach Ovariotomie, „die Därme wölben sich als kleine tympanitische Tumoren vor, dazwischen ist der Bauch schlaff" (eine Frau) (5); Darmatonie nach Bauchoperationen (15.2) (13.1); Ileus nach Operation (Morrison) (20).

„Reflexepilepsie durch Entfernung der angewachsenen Vorhaut; die Wundheilung wurde durch heftigen Priapismus verzögert" (ein Fall). (6)

Chronischer Durchfall, bei mehreren Männern, die in jüngeren Jahren Skabies gehabt hatten. (3.4)

Jahrelanger Durchfall, bei einem seit einer im 18. Lebensjahr durchgemachten Skabies an Pruritus leidenden 36j. Mann. Im Heilungsverlauf bekam er starke Verstopfung und ließ sich verleiten, ein Purgans zu nehmen, wonach ein Rückfall erfolgte; auch diesen behob Raphanus (2.5). Er hatte auch eine Vorgeschichte von „Brustleiden" und kurz vor der Therapie des Durchfalls war „Blutspeien" aufgetreten, das mitgeheilt wurde. Es handelte sich möglicherweise um mesenteriale Tbc (3.4).

Chronischer grünlicher Durchfall, seit einer Cholera, bei einem 57j. Mann, der über 20 J. zuvor Krätze gehabt und in den folgenden Jahren wegen Brustschmerzen insgesamt 75 Mal zur Ader gelassen worden war, wurde durch eine Einzelgabe von 2 Globuli Raphanus C 1 auf Dauer behoben. Ein „dreißig Jahre alter Husten" bestand weiter. (3.4)

Lienterie, nach Verschwinden einer chronischen Prosopalgie aufgetreten (46j. Mann). (3.4)

Jahrelange Lienterie mit Aszites, bei einer 49j. Frau, die insgesamt 42 Aderlässe erhalten, erst mit 18 Jahren menstruiert und schon mit 42 in die Menopause gekommen war, bis zum 45. Lebensjahr Leukorrhoe gehabt hatte – als der Ausfluß aufhörte, begann der Durchfall, und unter Raph. kam der Ausfluß wieder –, wegen Arthritis mit vieler allopathischer Arznei und wegen Krätze mit Quecksilbersalbe behandelt worden war und schon 25 Jahre Ausfluß aus dem rechten Ohr hatte. Trotz dieser schwer pathologischen Vorgeschichte war sie nur wenig abgemagert. Unter Raph. wurde die Verdauung normal, und die Otorrhoe nahm stark ab. (3.4)

Stuhl immer unverdaut, oft sind Askariden darin (49j. Frau). (3.4)

Tabak bringt sie zum Weinen und erzeugt Schmerzen in den Knochen der Nasenwurzel und im Ohr (2. T.). (4)

Wein und Essig verschlimmern. (4)

Charakteristisch sind heftige und anhaltende Magendarmsymptome auf einen kleinen Diätfehler hin, bei vorgeschädigtem Magendarmtrakt. Curies Prüferin glaubte, daß Raph. ein latentes chronisches Kranksein bei ihr aufgedeckt habe – ich meine, zu Recht. Eine Rettichvergiftete Nussers war an tägliches Essen von wenig Rettich gewöhnt, bekam aber heftige Beschwerden nach Überschreiten ihrer Dosis. Der Rettich wird auch bei mehreren anderen Prüfern ein „das Faß zum Überlaufen bringender letzter Tropfen" gewesen sein. (3.1)

Gegenpol und Vorstufe dieses Zustands ist Allesfressertum. Nussers schnupftabakliebender 28j. Prüfer aß fünf Schwarzrettiche auf einmal, ein Bund Radieschen mitsamt dem Laub oder viertelpfundweise Hederichkraut, um Symptome zu kriegen. Ein kräftiger Sechsjähriger mit schmerzlosem Blähbauch vergiftete sich durch Überfressen an zwanzig Rettichen, während andere kleine Kinder unangemachten Rettich gar nicht anrühren würden, weil er ihnen zu scharf wäre. (3.1)

Behebt und verhütet Gallenbeschwerden durch opulente Speise. Wenn man vor einer schweren Mahlzeit Rettichsaft mit heißem Wasser einnimmt, wird sie gut bekommen. (18)

Monatelanger Durchfall seit Magenverstimmung durch kleine Bratfische (50j. Mann); Verschlimmerung des Durchfalls nach Essen etwas fetten Kalbfleisches (57j. Mann); im Heilungsverlauf einen Tag lang Durchfall nach Verzehr von gekochtem Huhn und Hühnerbrühe (49j, Frau, Lienterie mit Aszites). (3.4)

Brot und Fleisch kommen unverdaut und unverändert mit dem Stuhl heraus (zwei Fälle). (3.4)

Nach dem Frühstück von Milch und Weißbrot, heftiges Leibschneiden um den Nabel. (2.4)

Herzweh, abends und nach dem Mittagessen, zu dem Schokolade gehörte (3. T.). (4) (Es wird Kakaogetränk gemeint sein. – Dazu fällt mir der Schlager ein: „Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann!" vr)

Völlegefühl, Brechreiz, bitteres Aufstoßen ...; Zucker bringt dieses Symptom hervor...; abends (4. T.). (4)

Zuckerwasser verursacht ihr Winde im Magen (9. T.). (4)

Nach dem Abendessen, bei dem sie ausschließlich Wasser getrunken hat, ist sie wie trunken (10. T.). (4)

Aufstoßen mit Rettichgeschmack, besonders nach Wassertrinken (1. T.; 28j. Mann). (2.3)

Frost, den Rücken und die hintere Fläche der Arme hinab, v.a. nach Wassertrinken (1. T.; 28j. Mann, nach Essen v. 5 Schwarzrettichen). (2.2)

Starker Durst; Brechreiz, wenn er viel Wasser trank, zuweilen mit einer Art Erbrechen oder Regurgitieren von Wasser (46j. Mann, chron. Lienterie). (3.4)

Durst, der durch Trinken verschlimmert wird; auch die abdominellen Spasmen und Schmerzen werden durch Trinken schlimmer. (13.1)

Milch und Wasser in der gewöhnlich getrunkenen Menge vermehren Bauchweh und Durchfall etwas, aber Trinken von viel Wasser wirkt als Antidot (28j. Mann) (2.3); ein Mann, der außer Schwarzrettich alle Speise erbrach, dadurch zum Skelett abgemagert und doch noch bei guten Kräften war, wurde nach Versagen von Arzneien durch reichliches Wassertrinken und Bewegung geheilt (Eisenmann) (3.4).

Trockenheit hinten im Rachen, besser durch Halten kalten Wassers im Mund. (5)

Verschlimmerung durch trockene Speisen (Boger / Bönninghausen). (20)

Kaum hatte sie einige Bissen des Rettichs geschluckt, bekam sie einen Schmerz in der Brust, der sich nach und nach bis zur Wirbelsäule ausdehnte und zwei Tage anhielt (46j. Frau). (3.1)**

Alles, was sie schluckt, und selbst das Atmen erzeugen Schmerzen im Rücken (dorsal, vr) (4. T.). (4)

Würgen / Zusammenschnüren im Hals (strangulation), sobald sie zu essen oder zu trinken beginnt (4. T.). (4)

Tagelang Anfälle von Brustschmerz von der Magengrube bis zum Halsgrübchen, eine Art Drücken und Stechen, sich oft bis in den Rücken erstreckend, mehrere Minuten dauernd, immer wiederkehrend, v.a. beim Essen und Husten, beim Trinken weniger; beim Husten, morgens, etwas Brechreiz mit Druck in die Brust hoch und Aufstoßen von ein wenig scharfer, farbloser Flüssigkeit (46j. Frau, nach Rettichessen). (2.2)**

Er brachte unter vielem heftigem Würgen (hauts-le-corps) die wenige Nahrung wieder hoch, die er eben zu sich genommen hatte (30j. leberkranker Mann, nach Rettichessen; 2. T.). (3.1)**

In der Magengegend Brennen, v.a. nach den Mahlzeiten, teils bis zum Mund hoch. Gasauftreibung des Bauches, schlimmer nach den Mahlzeiten (46j. Mann, chron. Lienterie). (3.4)

Durchfall, jedesmal, wenn sie ißt (3. T.). (4)

Sie käut wieder / stößt auf (rumine), was sie getrunken hat (2. T.). (4)

Anfallsweise Bauchschmerzen, durch Essen etwas gebessert, so daß man im Anfall dauernd essen muß. (10)

Sehr wenig Appetit, vor allem im letzten Jahr; und doch erlauben die Magenschmerzen ihr nicht, ohne Nahrung zu bleiben (49j. Frau, Lienterie mit Aszites); als Heilwirkung kann sie lange ohne Essen bleiben, was ihr zuvor unmöglich gewesen war. (3.4)

Gieriger Appetit, und sobald sie gegessen hat, empfindet sie sich als dünner und weniger eingeengt / beklemmt (serrée) als zuvor (6. T.). (4)

Bauchgrummeln, nach Essen gebessert (Choudhuri). (20)

Nachdem sie viel gegessen hat, gieriger Appetit; nach dem Abendessen Leeregefühl; der Magen zieht sich ein, das Korsett erscheint ihr zu weit (elle se trouve au large dans son corset) (5. T.). (4)

Ständiger Harndrang mit Unmöglichkeit, zu harnen (5. T.) (4); muß lange pressen, ehe der Harn läuft (19).

Inkarzerierte Flatus; dabei Erbrechen und Purgieren, lange anhaltend und nicht bessernd, wie man es erwartet hätte, sondern verschlimmernd (alter Mann). (10)

Nach Erbrechen hört der Kopfschmerz fast ganz auf (2. T., mittags; 30j. leberkranker Mann, n. Rettichessen) (2.2)**; Kopfschmerz, der nach Erbrechen aufhört, vorm Erbrechen ist ihr wie zum Sterben (40j. Frau) (17).

Nach jedem Erbrechen sehr starkes und schmerzhaftes Bauchkollern (30j. leberkranker Mann, n. Rettichessen; 2. T.). (3.1)**

Vor dem Erbrechen großes Unwohlsein und „Schwinden von Gesicht und Gehör"; das Erbrechen erfolgte mit großer Anstrengung (1. Abend; 42j. Frau, n. drei Rettichen). (2.2)**

Vor dem Erbrechen Schauder über Rücken und Arme; vor und nach Erbrechen hat er den Geruch von Rettich in der Nase und dessen Geschmack im Mund (2. T.; 30j. leberkranker Mann, n. Rettichessen). (2.2)**

Gemütssymptome in der Schwangerschaft (Mangialavori). (21)

Neuralgisches Zahnweh in der Frühschwangerschaft. (8)

1 Woche vor der Regel Sensibilitätsstörungen des rechten Zeige- und Mittelfingers. Auch der Kopfschmerz, ihre Hauptbeschwerde, tritt vor allem prämenstruell auf (40j. Frau). (17)

Hysterische Anfälle; einer davon, dem Krämpfe vorausgingen, die von der Gebärmutter zur Brust aufstiegen, fand am 1. Tag der Regel ein weiterer am 5. Regeltag statt. (4)

Beschwerden durch Masturbation (Choudhuri). (20)

Starker Ausfluß von Uterussekret (sperme utérin); sobald es hervorkommt, steigen Hitzewallungen von der Gebärmutter zum Kopf auf, gehen durch die Nieren und dehnen sich in den ganzen Körper aus, eine Empfindung hervorbringend, als werde man gleich schwitzen; Pieken (picotement) in den Beinen und unter den Fußsohlen; Verlust der Gedanken, Erschöpfung; Sprechen bereitet ihr große Schwierigkeiten. Diese Hitzewellen kommen drei- bis viermal pro Stunde (4. T.). (4)

Sie schneuzt reines, dunkelrotes Blut aus, bei jedem Schnauben...; das macht ihr den eingenommenen Kopf frei (débarrasse la tête) (12. T.). (4)

Bei Zorn und Erregung wird sie im Gesicht, am Hals, auf der Brust dunkelrot (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Krampfanfälle, drei- bis achtmal pro Tag, seit einer leichten Gemütsbewegung (2j. Mch.). (3.4)

Wenn sie einer Gedankenreihe folgen will, wird ihr Kopf benommen (embarrassée), sie wird wie stumpfsinnig, denkt an nichts mehr und blickt vor sich hin, ohne zu sehen (regarde sans voir) (3. T.). (4)

Klopfen in den letzten linken Rippen, im Nacken / Hals (cou), in den Schläfen, dem Rücken und dem Magen, vor allem wenn sie eine Idee ausdrücken will (9. T.). (4) (Repertorial: „Pulsieren im Magen beim Nachdenken (meditation, during)" (19).)

Beim Schreiben nimmt sie eine Erschütterung im Gehirn wahr, wie bei der Bewegung des plötzlichen Hinsetzens, und eine Empfindung in den Ohren wie beim Tauchen (3. T.). (4)

Gefühl, als stecke etwas im Kehlkopf; nach ruhigem Gehen oder vielem Reden wird eine Husten erzeugende Trockenheit daraus. (5)

Abends ist die Brust beklemmt wie in einem Schraubstock, die Atemnot sehr groß; sie kann nur mit Mühe reden (10. T.). (4)

Kleine Blasen auf den Brüsten, wassergefüllt, ohne Entzündung, Röte oder Schmerz; etwas Juckreiz wie von einem Flohstich, sie faßt dorthin, und die Blasen gehen auf und trocknen dann ohne weiteres Jucken ab (ab 14. T.). (4)

Heftiger Schmerz in der Ferse beim Gehen, in Ruhe ist die Ferse kein bißchen (nullement) schmerzhaft, vor allem, wenn er die Stiefel ausgezogen hat, der Schmerz kommt also nur vom Druck des Stiefels, obwohl dieser den Fuß gar nicht einengt (6. T.); es entsteht eine Blase dort, nach deren Eröffnung der Schmerz aufhört (9. T.); ein früher stets schmerzloses Hühnerauge wird schmerzhaft (7. T.) (28j. Mann, der niemals Neigung zu Druckblasen gehabt hatte, n. 1 1/2 Unzen Rettichtinktur). (3.1)

Kann keinerlei Druck auf den Magen vertragen (ab 14. T.). (4)

Blähbauch, der sie nötigt, die Hose zu öffnen oder taillenweite Kleider zu tragen; ist es schlimm, muß sie sogar den Bund der Strumpfhose aufschneiden (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Obstipation bei sitzender Lebensweise, mit Blähbauch, aber ohne Windabgang (kl. mat. Dosen geben). (2.5)

Reißen in der Nierengegend, vom Morgen an, v.a. beim Bücken (46j. Frau, nach Rettichessen). (2.2)**

Schmerz mit Hitze in den Flanken, fast ununterbrochen jedesmal, wenn sie atmet (3. T.). (4)

Stiche in der Brust, wenn sie hustet und atmet (3. T.). (4)

Husten trockener; sie hustet mit der Absicht, etwas aus dem Schlund hochzubringen, aber der Husten holt es nicht hoch, im Gegenteil, der Schleim im Hals wird davon noch mehr (en amène davantage) (3. T.); es kommt ihr vor, als habe sie Schleim (des glaires) tief im Schlund und der Husten könne ihn nicht ablösen, das Atmen scheint ihn loszumachen, während der Husten ihn eher noch fester sitzen läßt (5. T.) (4)

Starker Blutdrang zu Kopf und Brust, was Schwindel und Husten auslöst; letzterem geht Brennen voraus; um 11 Uhr vormittags (n. 23 St.). (4)

Räuspern bringt einen Kitzel (im Hals) herbei, der einen trockenen Husten auslöst, der ziemlich oft wiederkehrt und eine schmerzhafte Erschütterung im Kopf und den Brustwänden erzeugt (3. T.). (4)

Im Liegen geht es ihr besser als im Sitzen (4. T.). (4)

Anhaltender Ekel, Übelkeit wie zur Ohnmacht, hindert am Niederlegen, sie muß trotz großer Schwäche sitzen bleiben (1. Abend; 42j. Frau, n. drei Rettichen). (2.2)**

Wenn sie das Auge nach seitlich (zum Ohr hin) bewegt, Schmerz in der Schläfe, dem Ohr und dem Os parietale (12. T.). (4)

Kopfschmerz, dumpfer Schmerz im Hinterhaupt, gebessert durch Nach-Hinten-Werfen des Kopfes. Beim Neigen (en penchant) des Kopfes nach links Empfindung eines spitzen Gegenstands innerlich, der in der Schläfe piekt, was aufhört, wenn sie den Kopf wieder hebt. Wenn sie den Kopf nach links senkt (en baissant), Empfindung von Schwellung / Aufgeblasenheit (gonflement) an der hinteren Partie des Ohres; und wenn sie auf diese Stelle drückt / sich auf sie stützt (lorsqu´on appuie sur cette place), Ziehschmerz im Ohr entsprechend der Stelle, auf die sie sich stützt / drückt (2. T.). (4)

Wenn sie auf die Flanken drückt, folgt Besserung der Beschwerden in der Nierengegend, aber zugleich tritt ein drückender Schmerz im Unterbauch und eine Empfindung wie von einem runden Körper auf, der, von unten hochgedrückt (poussée par en bas), sogleich aufsteigt und am Hals anhält ... (ab 14. T.). (4)

Morgens, Kopfweh, vor allem im Hinterhaupt; wenn sie die Hand auf den Hinterkopf stützt / drückt (appuie), wird Schmerz im ganzen Kopf daraus; wenn sie den Finger auf die Mitte des Hinterkopfes legt, Empfindung von Kitzel (chatouillement), oder eher von Frösteln, im Rücken, der Brust und den Armen, und Verlieren der Gedanken; es ist, als lege sich eine Wasserfläche vor ihre Augen (3. T.). (4)

Schocks im Kopf beim Räuspern. (8)

Von der Erschütterung des Gehens fühlt sich das Gehirn wund und zerschlagen an (5); „bei jedem Schritt fühle ich das Gehirn nachhallen" (40j. Frau, Kopfschmerz) (17).

Herzschmerz und Kopfweh im Wagen (4. T.). (4)

Bauchschmerz anhaltend, aber nach Bewegung schlimmer. (5)

Sie verliert das Bewegungsvermögen und kann nur auf dem Rücken liegen (bei hysterischem Anfall, 13. T.) (4); im Frostanfall heftiger Schmerz in den Gliedern, die wie zerbrochen sind, so daß er sich gar nicht bewegen kann (57j. Mann, chron. Durchfall); bei Bewegung Herzklopfen, oft heftig (36j. Mann, chron. Durchfall) (3.4).

Essen großer Mengen Schwarzrettich erlaubt ihm, trotz der Gliedersteife ein wenig zu gehen (Heilwkg.; 55j. Mann, schwere deformierende Arthritis). (3.4)

Sehr große Abgeschlagenheit, vor allem beim Gehen (39j. Mann, chron. Durchfall). (3.4)

Gehen und frische Luft vermindern die Beschwerden (4); schnelles Gehen ist ihre einzige Entspannung (vor Sep.), schnelles Gehen hilft ihr nicht mehr, weil sie davon auch Kopfschmerz bekommen kann (nach Sep.) (40j. Frau, Kopfschmerz) (17).

Die Haut ist heiß, aber er klagt immer über Frost, nur einige Male folgt vorübergehende innerliche Hitze auf den Schauder (1. T.); meistens brennend(heiß)e feuchte Haut, obwohl er immer über Frost klagt (2. T.) (6j. Junge, n. Verzehr von 20 Rettichen). (2.2)**

Sie ist sehr empfindlich gegen die atmosphärische Elektrizität, bekommt davon Unbehagen / Krankheitsgefühle (des malaises) und Niedergeschlagenheit (13. T.). (4)

Morgens nervös (7. T., vor dem ersten Anfall von Nymphomanie). (4)

Um die Tagesmitte herum geht es ihr viel besser als morgens, und abends viel schlechter. (4)

Täglich zwischen 15 und 17 Uhr fließt ein wenig Blut aus der Scheide, wie rosa Schleim, in ganz kleiner Menge und ungefähr eine Minute lang (nach der Regel, ab 14. T.). (4)

Viele Symptome treten abends auf, z. B. Halsweh wie roh und wund, Kopf wie von einem Stirnband eingeschnürt, Brustbeklemmung wie im Schraubstock, Geschwürschmerz am Steißbein. (4)

Nachdem er sich zu Bett gelegt hat, Frostüberlaufen mit erheblicher (assez grande) Schwäche der Gelenke, v.a. des Ellenbogens; danach die ganze Nacht Schwitzen (5. T.; 28j. Mann). (3.2)

Kälte und Zittern, abends im Bette, von Hitze und Fieber gefolgt; Heiserkeit abends (9. T.). (4)

Jeden Abend nach dem Essen (dîner) kommt etwas über sie wie ein kleiner Fieberanfall; es wird ihr kalt und heiß, sie wird nervös; Halsweh, Rachsen, schwieriges Atmen (5. T.). (4)

Schmerz im ganzen Kopf nach dem Abendessen (dîner) (4. T.). (4)

Etwas Leibschneiden und Druck in der Stirne, v.a. nachts, persistierten einige Tage länger als die anderen Symptome (28j. Mann). (2.3)

Um Mitternacht ein hysterischer Anfall (14. T.). (4)

Ständiges Kitzeln (chatouillement) der Genitalien, bis 1 Uhr 30 zunehmend, dann beginnt es unter starkem Abgang von Uterussekret (sperme) abzunehmen (ab 14. T.). (4)

Schlaf zwischen 23 und 2 Uhr durch Eingenommenheit des Kopfes, Eiskälte der Knie und Füße und öfteren Brechreiz unterbrochen, gegen 4 Uhr früh dumpfer Schlummer, nach Erwachen um 5 Uhr Auswurf einer sehr großen Menge sehr zähen, weißlichen Schleims (3. N.; 28j. Mann, nach Essen v. 5 Schwarzrettichen). (2.2)

Erwacht 3 Uhr früh mit heftigem Schauder über Rücken und Arme und einem sehr heftigen Druck in der Stirne, v.a. über dem Auge (welchem? vr), was fast am Sehen hinderte; um 5 Uhr früh erbricht er Rettich, Brot und Schleim, mit heftigem Würgen (haut-le-corps, heißt „Sprung vom Pferd" oder „starker Ruck", also eine krampfartige und erschütternde Empfindung, vr), sehr starkem und schmerzhaftem Druck mitten in der Brust und einem erneuten Frostanfall, aber ohne Schweiß (1. N.; 30j. leberkranker Mann, n. Rettichessen). (3.1)**

Um 3 - 4 Uhr früh Kopfweh und Durst, trinkt viel Wasser; 4 St. später, am Morgen, Erbrechen vieler unverdauter Rettiche und weißen Schleimes (3. T.; 6j. Junge, n. Verzehr von 20 Rettichen). (2.2)**

Gelblicher Teint, v.a. morgens beim Aufstehen (14. T.; 6j. Junge, n. Verzehr von 20 Rettichen). (2.2)**

Den ganzen Morgen außerordentliche Abgeschlagenheit, ständiger Ekel, Flauheit in der Magengegend (2. T.; 30j. leberkranker Mann, n. Rettichessen). (2.2)**

Häufiger Stuhlzwang, v.a. mittags (2. T.; 28j. Mann, nach Essen v. 5 Schwarzrettichen). (2.2)

Plötzlich beginnende Beschwerden. (2.1) (10)

Der Kopfschmerz beginnt auf einer Seite, mal li., mal re., und geht dann auf die andere (40j. Frau). (17)

As-if-Empfindungen

Kopf, Augen, Ohren

Beim Schreiben nimmt sie eine Erschütterung im Gehirn wahr, wie bei der Bewegung des plötzlichen Hinsetzens, und eine Empfindung in den Ohren wie beim Tauchen (3. T.). (4)

Beim Kopfschmerz muß sie sich ganz stillhalten, denn bei jedem Schritt „fühlt sie das Gehirn nachhallen" (40j. Frau). (17)

Ständiges Geräusch im Kopf wie von kochendem Wasser, ohne Ohrgeräusch (57j. Mann, chron. Durchfall). (3.4)

Störung des Geruchssinns...; es kommt ihr vor, als komme der Gestank, den sie riecht, aus dem Inneren ihres Kopfes oder aus der Nasenwurzel. Es ist ihr, als habe sie da so etwas wie eine Wunde, welche ein nagendes Gefühl erzeugt (ab 14. T.). (4)

Beim Neigen (en penchant) des Kopfes nach links Empfindung eines spitzen Gegenstands innerlich, der in der Schläfe piekt, was aufhört, wenn sie den Kopf wieder hebt. Wenn sie den Kopf nach links senkt (en baissant), Empfindung von Schwellung / Aufgeblasenheit (gonflement) an der hinteren Partie des Ohres (2. T.). (4)

Schwindel, abends, es ist, als sei der Kopf von einem Stirnband eingeschnürt (bandeau heißt „königliches Diadem", aber auch „Augenbinde"; avoir un bandeau sur les yeux heißt „ein Brett vorm Kopf haben", vr); Augenringe, Blässe (5. T.). (4)

Jeder Stich im Unterbauch verursacht eine Hitzewelle, als steige das Blut in die Augen hoch (ab 14. T.). (4)

Gefühl von Verstopfung der Ohren und Völle im Kopf, wie von Blutdrang dorthin (5. T.). (4)

Mund, Zähne

Zahnweh, in den Zähnen und dem Zahnfleisch, stumpfer und nagender Wundheitsschmerz; die Zähne machen den Eindruck, aus Pappmaché zu bestehen / sich in Pappmaché zu befinden (ont l´air d´être en papier maché) (6. T.). (4)

Im Unterkiefer, Empfindung, als würden die beiden Vorderzähne größer und träten aus dem Zahnfleisch heraus (3. T.). (4)

Schmerz im Zahnfleisch; es kommt ihr vor, als löse es sich von den Zähnen ab (14. T.). (4)

Hals, Rachen, Ösophagus

Geschwulst, Röte und Gefühl von Zusammenschnürung in den Mandeln, 3. T. lang. (2.4)

Leichtes, anhaltendes Brennen im Hals, wie ein heißes Eisen (1. T.; 28j. Mann). (3.2)

Schlund innerlich brennend, als hätte er Säure verschluckt, oder wie von Sodbrennen, anhaltend. (2.4)

Atemnot, Brustbeklemmung, etwas belästigt sie beim Schlucken, es kommt ihr vor, als würde das Wasser durch die Nase herauskommen (4. T.). (4)

Halsweh, Empfindung von Geschwulst hoch oben im Schlund, Empfindung, als sei dort ein Tabakskrümel steckengeblieben, ausgelöst durch ein ganz kleines, fast unwahrnehmbares Knötchen (bouton) hinter den Choanen (les racines des fosses nasales). (4)

Verdauungsorgane

Schwäche und Weichlichkeit in der Magengrube, die wie leer ist (49j. Frau, Lienterie mit Aszites). (3.4)

Völlegefühl, Brechreiz, bitteres Aufstoßen oder eher ein bitterer Dunst, der in den Schlund aufsteigt ... (4. T.). (4) (Sowohl ich als auch Andere, mit denen ich über Raphanus sprach, sehen Aufsteigen des scharfen Rettichdunsts in den Hals als typische Erscheinung nach Rettichessen an. vr)

Husten; es ist, als komme etwas von der Magengrube hoch, so wie beim Lachen; auch ist Kitzeln (chatouillement – heißt auch „Schmeicheln", vr) unterhalb des Kehlkopfes vorhanden, welches dennoch vom Epigastrium auszugehen scheint. Nach dem Husten tritt Sodbrennen wie von bitterem Wasser auf (2. T.). (4)

Ameisenkriebeln in der Magengegend, bis zum Nabel hin, und vor allem um den Nabel herum, als befinde sich ein Tier im Bauch (39j. Mann, chron. Durchfall). (3.4)

Der Bauch ist sehr aufgebläht und berührungsschmerzhaft; es scheint ihr, als stiege eine große Anzahl von Kugeln vom Unterbauch bis zum Schlund hoch (13. T.). (4)

Wenn sie auf die Flanken drückt, folgt Besserung der Beschwerden in der Nierengegend, aber zugleich tritt ein drückender Schmerz im Unterbauch und eine Empfindung wie von einem runden Körper auf, der, von unten hochgedrückt (poussée par en bas), sogleich aufsteigt und am Hals anhält, oder es entsteht das Gefühl eines zu großen Bissens, den sie nicht schlucken könnte (ne pourrait pas avaler); von da scheint der Körper in den Magen hinabzusteigen, wo er das Gefühl einer Sache vermittelt, die schwer zu verdauen war und ein von Hunger und Stichen im Unterbauch begleitetes Leeregefühl hinterlassen hat (ab 14. T.). (4)

Stiche (picotements) wie von Nadelspitzen in der Magengrube, durch tiefes Einatmen schlimmer (28j. Mann, n. 3 Unzen Rettichtinktur). (3.1)

Nach dem Abendessen Leeregefühl; der Magen zieht sich ein, das Korsett erscheint ihr zu weit (elle se trouve au large dans son corset) (5. T.). (4)

Der Bauch ist hart, wie mit Luft gefüllt, ohne Schmerz (ab 14. T.). (4)

Wie ein eiserner Gürtel um die Taille (5. T.). (4)

Starkes Jucken rund um die Gürtellinie, dem ein Gefühl vorausgeht und folgt, das dem ähnlich ist, welches man von einem zu eng gezogenen Gürtel bekommt (ab 14. T.). (4)

Drücken in der Lebergegend, als sei dort innerlich ein Abszeß (wie unterschworen (2.3)) (28j. Mann, n. 3 Unzen Rettichtinktur). (3.1)

Empfindung im Unterbauch, als solle (devait avoir) sie eine Hernie bekommen (ab 14. T.). (4)

Sehr flüssige Stühle, in der Farbe Kaffee mit Sahne nachahmend (fausse couleur café à la crème) (3. T.). (4)

Durchfall, aus kleinen weichen Kötteln bestehend, die gelb sind wie frische Butter, wie manche Kinderdurchfälle (1. T.). (4)

Urogenitalsystem

Schmerz in Unterbauch und Nieren, wie vor der Regel (3. T.). (4)

Regel sehr stark und lange; das Blut kommt klumpig heraus wie bei einer Fehlgeburt (14. T.). (4)

Empfindung eines runden Fremdkörpers, der aus dem Unterbauch von der Gebärmutter aus aufsteigt und am Beginn des Halses anhält (der Halsgrube, vr) (3. T., abends); während eines hysterischen Anfalls, Schmerz, der von der Gebärmutter ausgeht und am Beginn des Halses (an der Halsgrube, vr) stehenbleibt, wie ein heißer Fremdkörper, der aufsteigt wie eine Kugel (13. T.). (4)

Zerschlagenheit in den Nieren, wie nach einem die Kräfte übersteigenden Lauf / Wettrennen (course) (10. T.). (4)

Empfindung von Harndrang, die Leiden / Kummer / Schmerz (souffrance) erzeugt, als habe sie sich (mit dem Harnen) lange zurückgehalten (comme si elle s´était retenue pendant longtemps); sie hört nur während des Harnens auf und kommt sofort danach wieder, immer begleitet von Schmerz in Nieren und Flanken (ab 14. T.). (4)

Harndrang mit Schmerz oberhalb der Region des Schambergs, wie Druck im Fundus vesicae (1. T.). (3.5)* (Rettichsaft galt als blasensteinauflösend. Das Symptom erinnert an Empfindungen bei dieser Krankheit. vr)

Urin dick wie Milch (6), wie Seifenlauge (7); oder schmutziggelb mit ähnlichem Bodensatze wie Bierhefe, der in der Menge fast so reichlich ist wie der Harn selbst (2.2)**.

Atmungsorgane, Herz, äußerer Thorax

Schneuzt ständig Blut aus; es scheint ihr, als schneuze sie nicht alles aus und als befinde sich ein Blutvorrat oberhalb der Nase (13. T.). (4)

Empfindung in Kopf, Hals und Brust wie zu Beginn eines starken Schnupfens (3. T.). (4)

Gefühl, als stecke etwas im Kehlkopf; nach ruhigem Gehen oder vielem Reden wird eine Husten erzeugende Trockenheit daraus. (5)

Empfindung von Knoten zwischen den Mammae auf der Brust. (19)

Kältegefühl in der Brustmitte. (19)

Brust schmerzhaft von der Magengrube aus...; sehr mühsame und beklemmte Atmung, wie von einem Stein auf der Brust (49j. Frau, Lienterie mit Aszites). (3.4)

Abends ist die Brust beklemmt wie in einem Schraubstock (10. T.). (4)

Die Atmung wird behindert; beim Ausatmen empfindet sie Schmerzen zwischen den beiden Schultern und auf jeder Seite der Brust; beim Einatmen ist nur das Gefühl da, als verenge sich die Brust; Reißen / Zerren (douleur de tiraillement), wie von einem Stich (point) oder einer Prellung, der sich beim Einatmen erneuert (12. T.). (4)

Empfindung von Rasseln in der einen oder andern Seite der Brust, fast unter den Armen, als wolle sich beim Atmen etwas loslösen (10. T.). (4)

Es kommt ihr vor, als habe sie Schleim (des glaires) tief im Schlund und der Husten könne ihn nicht ablösen; das Atmen scheint ihn loszumachen, während der Husten ihn eher noch fester sitzen läßt (5. T.). (4)

Wenn es ihr gelingt, zu expektorieren, ist der Auswurf klar wie Wasser, das mit etwas viel Gummi arabicum gemischt und darum klebrig ist (eau gommée un peu forte et par suite gluante) (3. T.). (4)

Bewegungsapparat

Hysterischer Anfall: Schmerz in der Wirbelsäule, als dränge sich ein Fremdkörper mit Gewalt von oben nach unten; es gibt Stellen, wo er stehenbleibt, als stelle sich ihm ein Hindernis in den Weg. Das verursacht ihr Schmerzen in der Brust und in allen Teilen, wo der Fremdkörper hindurchtritt. Der Schmerz strahlt in die Nachbarregionen aus und verursacht eine ungemeine Schwäche; sie kann sich nicht aufrechthalten (se tenir), die Schwäche nimmt immer weiter zu und es kommt ihr vor, als werde sie sterben. Als sie wieder etwas zu sich kommt, kann sie weder reden noch sich bewegen. Sie empfindet einen Schmerz, der von der Gebärmutter ausgeht und am Beginn des Halses (der Halsgrube, vr) stehenbleibt, wie ein heißer Fremdkörper, der aufsteigt wie eine Kugel; darauf folgen reißender / zerrender (tiraillant) Schmerz am Hinterkopf, Stiche in den Ohren, Schmerzen im Kiefer, dem Zahnfleisch, der Nase und den Augen, die brennen; in den Schläfen reißt es; es scheint ihr, als sei alles aufgebläht, als blähten sich sogar die Knochen auf (13. T.). (4)

Reißende / zerrende (tiraillantes) Schmerzen in der ganzen Brust bis hin zum Rücken, beim Ausatmen; es kommt ihr vor, als nähmen alle gezerrten Muskelfasern ihren Platz wieder ein, was ihr heftigen Schmerz verursacht, der zwischen den zwei Schultern und auf jeder Seite der Brust empfunden wird (12. T.). (4)

Sehr große Schwäche im Rücken; sie muß ein Korsett anziehen, um sich aufrecht zu halten; Gefühl, als werde sie bucklig; es ist ihr, als krümme sich die Mitte des Rückens, als werde die Taille hohl und als seien die Schultern nicht in Ordnung (bei Clarke übersetzt als uneven – uneben, nicht gerade (7)); Gefühl, als könne sie ihr Gleichgewicht nicht halten (5. T.). (4)

Der Nacken ist hart wie Holz, sie kann ihn kaum beugen (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Fieber; starke Schmerzen im Steißbein; scharfe Schmerzen, als bilde sich ein Abszeß (12. T., abends). (4)

Den ganzen Tag außerordentliche Abgeschlagenheit, als wollten die Glieder zerbrechen (in Hygea falsch übersetzt „als wären die Glieder zerbrochen") und immer wieder Anfälle von Übelkeit (2. T.; 30j. leberkranker Mann, n. Rettichessen). (3.1)**

Im Frostanfall heftiger Schmerz in den Gliedern, die wie zerbrochen sind, so daß er sich gar nicht bewegen kann (57j. Mann, chron. Durchfall); Schwäche in den Gliedern, sie sind wie zerbrochen (36j. Mann, chron. Durchfall) (3.4).

Empfindung in den Armen und Beinen, als seien die Strumpfbänder (jarretières) zu eng gebunden gewesen (ab 14. T.). (4)

Es ist, als schnüre es ihr das Handgelenk ein (2. T.). (4) (In (7) falsch übersetzt als „wrists as if lashed with a whip" – Handgelenke wie mit der Peitsche geschlagen. vr)

Gefühl von Aufblähung / Anschwellung (gonflement), es scheint, als schwöllen die Arme, Hände und Augen an (enflent); die Füße dagegen erscheinen verkleinert (2. T.). (4)

Wenn die Kranke aufsteht, empfindet sie ein Gefühl, als krümmten die Beine sich nach außen (würden O-Beine, vr), und sie macht Anstrengungen, ihr Gleichgewicht wiederzufinden (9. T.). (4)

Taubheit der Hinterbacken, v.a. rechts, wie von einem eingeschlafenen Bein (2. T.). (4)

Schwäche der Beine, als seien sie fast gelähmt; die Knie krachen, als wollten sie sich ausrenken (ab 14. T.). (4)

Das Schienbein ist berührungsschmerzhaft; Empfindung von Brennen, als nähere man der Tibia eine glühende Kohle, auf einer etwa zwei Daumen breiten Fläche mitten auf dem Knochen (9. T.). (4)

Haut

Schmerz im ganzen Körper wie zerschlagen / gerädert (comme de courbature), der seinen Sitz unter der Haut zu haben und nicht bis zu den Muskeln durchzudringen scheint (ab 14. T.). (4)

Empfindung, als stecke man die kalten Füße in sehr heißes Wasser, und danach starke Hitze (ab 14. T.). (4)

Schmerzen unter den Nägeln, wie von einer Verbrennung oder einer unter den Nagel gestochenen Nadel (ab 14. T.). (4)

Allgemeines

Fühlt sich „krank wie ein Säugling" (bei Diarrhoe als Erstreaktion auf Raph. XM; Frau, Eßstörung). (16.2)

Es kommt ihr vor, als habe sie Quecksilber statt Blut in den Adern (6. T.). (4)

Nach dem Frost trockene Hitze, die im Kopf anhält und sich wie ein Feuer auf den ganzen Körper ausbreitet (57j. Mann, chron. Durchfall). (3.4)

Bauch sehr aufgeblasen, sehr hart und druckschmerzhaft, vor allem der Unterbauch; es kommt ihr vor, als werde sie vor Auftreibung ersticken, und doch ist die Atmung weniger behindert als am Vortag, an dem sie Brustbeklemmung hatte (13. T.). (4)

Brennender Schmerz, der von der Gebärmutter ausgeht, im Epigastrium haltmacht und sich dort wie zu einer nervösen Kontraktion ausbildet, welche ihr das Gefühl gibt, als werde sie Krämpfe kriegen (10. T.). (4)

Gefühl von Fieber (wie sie es nennt) in allen Gliedern, wie zu Beginn eines starken Schnupfens (3. T.). (4)

Starker Ausfluß von Uterussekret (sperme utérin); sobald es hervorkommt, steigen Hitzewallungen von der Gebärmutter zum Kopf auf, gehen durch die Nieren und dehnen sich in den ganzen Körper aus, eine Empfindung hervorbringend, als werde man gleich schwitzen (4. T.). (4) (Repertorial: Empfindung, als komme Schweiß, der doch nicht eintritt (19).)

Beklemmung (embarras) im Kopf, auf dem Scheitel und der Stirn, welche nach Hitzewellen vergeht, die in einer äußerlich am ganzen Körper empfundenen Frische endigen (10. T.). (4)

Typus

Die meisten Raph. geheilten Patienten, die Nusser aufführt, waren Männer aus der Münchner Umgebung, vom Stamm der Altbayern; einer war Gastwirt, die anderen Arbeiter oder Bauern; ihre Konstitution wird „robust" oder „gewöhnlich" genannt. Von den beiden Raphanuspatientinnen wird die eine, ein Mädchen mit akuter Diarrhoe, nicht beschrieben; die andere, eine bairische Bäuerin „von gewöhnlichen Körperbau und durchschnittlicher Größe", war trotz jahrelangen Durchfalls bloß „etwas mager", d.h., in gesunden Tagen wird auch sie kräftig gewesen sein. (3.4)

Sehr stämmig, die Kräftigste des ganzen Klosters; trotzdem ewig müde (junge Nonne, Eßstörung). (16.2)

Erhöhte Fibrinogenwerte (die sich auf Raph. normalisierten) und viel Blutandrang, bei Erregung werden Gesicht und Dekolleté dunkelrot; Vater und Onkel sind an Apoplex gestorben (40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Die Prüferin E. Curies wies ein „plethorisch-sanguinisches Temperament" mit Blutdrang zum Kopf auf, der wohl von einer erheblichen arteriellen Hypertension herrührte, da sie zwei Jahre nach der AMP, mit nur 35 Jahren, „eine Gehirnblutung mit linksseitiger Fazialisparese" erlitt. (4)

Wangen etwas brennend und rot (1. T.). (3.5)

Gelbe und braune Flecken im Gesicht (mitgeheilt; 40j. Frau, Kopfschmerz). (17)

Sie magerte ab und bekam eine sehr fettige Haut (4); Schuppen, Seborrhoe (O. Boericke) (20).

„Groß, kräftig und für sein Alter verständig, ohne skrofulöse Anlage, aber mit stets aufgetriebenem Bauch" (Zustand vor der Vergiftung); sehr rotes aufgetriebenes Gesicht (düsterrot (7)), rote Augen (im Fieber, 1. T.); bedeutende und schnelle Abmagerung, tiefliegende Augen, spitze Nase, etwas entstelltes Gesicht, die sonst roten Wangen gelblich (4. - 5. T. d. Vergiftung); Unterlider etwas ödematös, Haut gelblich, v.a. morgens beim Aufstehen (14. T.) (6j. Junge, der 20 Rettiche verspeist hatte). (2.2)**

Entstelltes, livides Gesicht, tiefliegende Augen, er gleicht einem Toten (2. T. abends; 30j. leberkranker Mann, n. Rettichessen). (2.2)**

Synonyma – Rettich, Gartenrettich, bayr. Radi. Homöopathische Abkürzung: Raph. Der Gattungsname kommt von gr. ra – schnell und phaino – ich erscheine, bedeutet also „Ich-komme-schnell" und bezeichnet die rasche Keimung der Rettichsamen.

Folklore – Der Rettich ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Er wird seit der Antike im ganzen Orient angebaut, selbst in Indien. Er war Teil der Kost der Sklaven bei Pharao Ramses´ Pyramidenbau. In Japan gehört der milde Daikon-Rettich, eingesalzen und fermentiert, zur Diät der Zen-Mönche. In Aristophanes´ Drama „Die Wolken" kommt er in erheblich pikanterem Zusammenhang vor: Ehebrechern steckte man angeblich zur Strafe einen geschälten Rettich in den Hintern.

Doch gibt es kein Volk, welches man mehr mit dem Rettich in Verbindung bringt, als die Altbayern, auch Oberbayern oder Baiern genannt. Der Sommerbrauch der Radibrotzeit stammt aus München. Dafür wird der Rettich in feine Scheiben geschnitten, gesalzen, stehengelassen, bis er Saft ausschwitzt (man sagt dazu, er weine), und mit Bier, Brot und Butter verzehrt; eine beliebte weiße Rettichsorte heißt darum „Münchner Bier". Dabei gilt er als gewöhnliche Speise, er gehört einfach dazu, und ein echter Altbayer würde bloß lachen, stellte man ihm seinen Radi als Arznei und Gift vor. Darum, vermute ich, wurden die ersten Beobachtungen über „Nebenwirkungen" des Rettichs auf französisch publiziert, obwohl sie aus dem Münchner Land stammen und von einem Augsburger Arzt gesammelt wurden. Dieser Text läßt übrigens noch erkennen, daß die Kranken Bairisch gesprochen haben, z. B. durch den konstanten Gebrauch des Wortes „Füße" für „Beine" und den Ausdruck „es vergingen ihr Hören und Sehen".

Theoretische Erwägungen – Die derzeitigen Hypothesen über Raph. drehen sich um Zur-Last-Fallen und die Frauenrolle. Die Aspekte von Arbeit und Herrschaft tauchen mit darin auf, aber finden zu wenig Beachtung.

Massimo Mangialavori nimmt am wichtigsten, daß Raph. nicht an Freundschaft für sich glaube; sie sei überzeugt, niemand könne verstehen, wer und was sie wirklich sei, halte es daher für sinnlos, im Umgang mit Anderen ihr Bestes zu geben, und benehme sich daher so unsympathisch, als wolle sie gar nicht liebenswert erscheinen. Dies beziehe sich besonders, doch nicht ausschließlich auf die Frauenrolle. Ihre Furcht, zur Last zu fallen, sei mehr der Gedanke „Eines Tages werde ich jemanden brauchen, und niemand wird für mich da sein, weil ich durch meine Wesensart allen zur Last bin" (17). Ich halte dies für ein zerstörerisches Endstadium.

Die französischen Masi-Homöopathen sehen den zentralen Fehler von Raph. zum einen in der Idee, nicht auf eine Geschlechtsrolle festgelegt sein, sondern Männliches wie Weibliches in sich haben, seelisch androgyn und dadurch auf niemanden angewiesen sein zu wollen; Raph.-Frauen neigten daher zur Vermännlichung im Benehmen. Zum anderen weigere sich Raph., nachzudenken und aufmerksam zu sein, um das richtige Objekt zur Befriedigung seines Bedürfnisses zu finden. Falsche Wahl von Partner oder Lebensweg und unwiderstehliche Gier nach Sex und Nahrung – „kann Verlangen und Klugheit nicht mehr unter einen Hut bringen" (16.2) – seien die Strafe für diesen falschen Unabhängigkeitswunsch. Die Furcht, zur Last zu fallen, komme daher, daß Raph. Kontakt nur aufnehme, wenn sie etwas brauche, und sich eine Beziehung oberhalb der Bedürfnisebene nicht vorstellen könne (16.1). Der Aspekt des Nicht-Aufmerkenwollens auf Menschen scheint sehr zentral zu sein, da auch eine Kasuistik Mangialavoris ihn aufweist. Macht das Raphanuskind vielleicht Fehler im Benehmen, wegen primärem Mangel an Einfühlungsvermögen oder weil es glaubt, Benehmen sei unwichtig und gut zu arbeiten genüge, eckt darum ständig an und entwickelt so seine Isolationsgefühle?

Nach meinem eigenen Eindruck ist die Ablehnung der Geschlechtsrolle bei Raph. Ausdruck einer panischen Furcht vor Abhängigkeit, Sklaverei und Wertlosigkeit. Das Prüfsymptom „Furcht, zu Last zu fallen" gibt die Lebenssituation des Rettichs wieder, einer Sklavenpflanze, deren Wert sich darin erfüllt, zur Nahrung des Menschen zu werden, die keinerlei Existenzrecht aus sich selbst hat, die ihr Überleben nur dann für kurze Zeit gewährleisten kann, wenn sie keine Sexualität ausbildet, sondern maximale Leistung im Sinne von Wachstum, Fettwerden, Sich-Breitmachen erbringt und bei alledem das Glück hat, nicht doch zufällig im Wege zu stehen. Der Rettichpatient wähnt, daß es unter Menschen genau so zugehe, sein Motto ist: friß oder du wirst gefressen, herrsche selbst oder sei Sklave. Darum wird er freudlos, hochmütig, hart und beziehungsunfähig. Daß dies Symptom beim Radieschen deutlicher zu sein scheint als beim schwarzen Rettich (16.2), ist kein Wunder. Radieschen müssen sich noch mehr beeilen, ihre Leistung zu erbringen, als andere Rettichsorten; kaum gekeimt, bilden sie schon ihre Knolle, man könnte es Kinderarbeit nennen. Auch sät man sie oft als Markierung für andere Saaten aus. Man erlaubt ihnen dann nicht mal, das bißchen Bedeutung zu haben, das im Gegessenwerden liegt, sondern bringt sie gleich nach dem Keimen um, damit sie den anderen Pflanzen keine Konkurrenz machen.

Auch die Raph.- „Nymphomanie" – speziell „bei jungen Mädchen" (7) – ist aus dem Wesen des Prüfstoffs erklärbar. Eine ausgewachsene Rettichwurzel ist, gleich einem gesunden jungen Bauernmädchen, zum Platzen voll von Energie, welche sich im Geschlechtsakt entladen will, wie es natürlich wäre; das aber darf sie um des Überlebens willen nicht – geschossene Rettiche landen auf dem Misthaufen. Kein Wunder, daß Curies Prüferin sich selbst zirkumzidieren wollte! Man opfert eben lieber einen Teil seines Körpers, als sein Leben zu verlieren. Natürlich ist die Beschneidung der Frau (s. Sexueller Trieb) auch eine Unsitte der Sklaverei, wie der chinesische Brauch, die Füße von Mädchen durch Einbinden kleinzuhalten, an welches das Symptom „Füße erscheinen verkleinert" (4) erinnert. Dem Weib wird ein naturgegebener Teil seiner selbst und eine Quelle der Freude gewaltsam genommen, im Glauben, es nütze der Gemeinschaft dann mehr, ja entwickle sein wahres Wesen erst ohne diesen. Afrikaner aus den Stämmen, bei denen die Frauen beschnitten werden, wähnen, die unbeschnittene Frau sei unabhängig bezüglich ihrer Lust und dadurch ein Monstrum, ein Sex-Dämon (16.1). In Wirklichkeit macht der Eingriff aus vitalen Frauen chronisch kranke Gebär- und Arbeitsmaschinen. Könnte Raph. ein Mittel für Frauen sein, deren Mütter nach der Geburt depressiv waren, weil sie keinen Sohn, sondern „nichts, nur eine Sklavin" (Pearl S. Buck, in einem Roman über das alte China), geboren haben?

Biologie, Chemie und Physiologie – Die Kreuzblütler (Cruciferae, Brassicaceae) sind eine der artenreichsten Pflanzenfamilien der gemäßigten Zonen. Man erkennt sie an ihren kreuzförmig vierzähligen Blüten und schötchenförmigen Samenständen. Die meisten sind typische Unkräuter: einjährig, rasch keimend, ihre Spezies durch massenhafte Vermehrung erhaltend, konkurrieren sie in dichtstehenden Beständen gnadenlos um Licht und Erde, wobei nur die stärksten, raschwüchsigsten Pflanzen überleben, und hat ein Exemplar das Glück, einzeln zu stehen, macht es sich so breit, wie es nur kann. Äußerst anpassungsfähig und enorm nährstoffhungrig, nehmen sie, was sie kriegen können, weshalb sie immer zu den Erstbesiedlern von Erd- Kies- oder Müllhaufen zählen. Dadurch wurden sie schon in der Steinzeit zu Nachbarn menschlicher Siedlungen. Daß sie keine Giftstoffe, sondern nur scharfe oder bittere Aromen als Schutz gegen Freßfeinde enthalten, machte sie interessant für den auf angenehme Sinnesreize erpichten Frühmenschen. Zuerst erntete er die zufällig aufgewachsenen Exemplare, später lernte er auch, sie wie Getreide, Hanf und Erbse zu züchten, indem er nur die Exemplare sich fortpflanzen ließ, welche die gewünschten Merkmale in perfekter Weise hatten. So entstanden in den Rettichrassen – der Schwarzrettich steht noch am Anfang dieser Domestikation, Radieschen und Daikon sind darin viel weiter – , Kohlarten (Rassen von Brassica oleracea und Brassica napus sinensis), Feldrüben (Rassen von Brassica rapa) sowie dem Raps domestizierte Pflanzen, welche sich stark von den Urformen unterscheiden. Einige sind so anfällig und so unnatürlich gebaut, daß man sie, ähnlich den heutigen Schweinerassen, Qualzüchtungen nennen könnte. Uns Menschen aber gelten gerade die extremsten dieser Mutanten, etwa der Blumenkohl, als edel.

Kreuzblütler sind dem Menschen meist durch ihr Blattwerk oder ihre Wurzel nützlich. Durch Züchtung, reichliche Ernährung – sie blühen um so früher in ihrem Lebenszyklus, je weniger Wasser und Nährstoff sie finden – , und Ausdünnen, also Töten aller schwachen, blühwilligen oder auch nur am falschen Platz stehenden Exemplare werden sie zu stärkstem Wachstum dieser Teile gebracht und an der Fortpflanzung verhindert. Sich selbst überlassen greifen sie auf ihre wilden Lebensgesetze zurück, so gut es geht; entweder sie „schießen ins Kraut", versuchen sich also doch zu vermehren, oder sie platzen und faulen, überlastet von den Nährstoffvorräten, die sie nach dem Willen des Menschen angesammelt haben. Den Verderb verbergen sie meist bis zum letzten Moment, sie verholzen unter der Haut, werden hohl oder faulen von innen nach außen, als solle der Mensch sie noch ernten und nicht verwerfen – wie der trotz Organkrankheit noch lange robust erscheinende Raphanuspatient.

Der Rettich, ein mit dem Wildkraut Hederich (Raphanus raphanistrum) und den Senfarten nahe verwandter ein- bis zweijähriger Kreuzblütler mit weißen oder rosa Blüten, stammt ursprünglich aus dem südlichen Kaukasus. Er wird seines eßbaren Rhizoms wegen weltweit kultiviert, und es gibt zahlreiche Farb- und Geschmacksvarianten. Auch die jungen Blätter sind genießbar, wie die der Steck- und Stoppelrüben (Brassica napus), welche man in Norddeutschland Stielmus nennt und ähnlich dem Spinat zubereitet. Seine Keimung verläuft selbst für einen Kreuzblütler rasch, im April gesäte Radieschen sind trotz kühlen Wetters nach nur acht Tagen „da"; nur die Kresse (Lepidium sativum), deren Keime bei Zimmertemperatur schon 48 Stunden nach Aussaat grünen und ganz aus der Samenhülse herausgetreten sind, bricht diesen Rekord. Klimatisch ist der Rettich ganz anspruchslos, er gedeiht von den Oasen der Sahara bis zum Polarkreis und in der Sonne wie im Halbschatten, wenn er nur keinen strengen Frost erwischt und genug zu trinken kriegt; je besser die Pflanze mit Wasser versorgt wird, desto größer und milder gerät die Wurzel. Bezüglich der Düngung ist er etwas heikler; er braucht viel Stickstoff und Kalium, doch bekommt er, wenn ersterer als frischer Mist oder unreifer Kompost gegeben wird, gleich Parasiten und Pilzkrankheiten.

Der Schwarz- oder Winterrettich, die robusteste und am langsamsten reifende Variante von Raphanus, kommt der Wildform am nächsten. Milde Winter überdauert er im Freien, lebt also zweijährig; im Erdkeller hält er bis Ostern. Im Juni gesät erreicht er im Oktober seine volle Größe. Je nach Sorte ist sein Rhizom rund oder wächst lang und gerade in die Erde; ich vermute, daß die längliche Variante die ältere ist. Sein Laubwerk ist rauher und gedrungener als das der weißen Rassen, sein Fleisch sehr fest, geradezu hart, und bleibt es selbst bei längerem Kochen. Seine Wurzelrinde hat einen bitteren, kräftigen Geschmack, der sich bei keiner anderen Rettichsorte findet und beim Erhitzen erhalten bleibt; vielleicht ist das der Grund, warum er auffallend selten von Maden befallen wird. Die Anhänger der aus Japan stammenden Makrobiotik essen ihn als Suppengemüse; das soll besonders im Winter gesundheitsfördernd sein.

Die Schärfe des Rettichs geht auf einen hohen Gehalt an bakteriostatisch und mukolytisch wirkenden Schwefelverbindungen zurück (Rhodanide, Mercaptane und Senföle, insbesondere einige früher als „Sinalbin, Sativin und Raphanin" bezeichnete Analoga des in Knoblauch enthaltenen Allicin, die aber toxischer sein sollen als dieses (13.4)); sie verliert sich beim Erhitzen. Ursprünglich dienen diese Scharfstoffe dem Schutz vor Feinden, weshalb madige Rettiche schärfer zu sein pflegen als parasitenfreie. Daneben enthält der Rettich stärke- und zuckerspaltende Enzyme, Vitamine (mehr Vitamin C in den Blättern als in der Wurzel (8)), viel Kalium, Phosphat (8) und Nitrat. Der Schwarzrettich wird für medizinische Zwecke bevorzugt, weil er besonders scharf ist; seinen Bitterstoffen kommt aber vielleicht noch mehr Arzneiwirkung zu als den Scharfstoffen.

Die wichtigste volksmedizinische Indikation von Rettichsaft ist Husten mit Verschleimung, man könnte ihn das Acetylcystein des kleinen Mannes nennen. Weitere alte Heilanzeigen sind Gallenleiden (s.u.), Harnsteine (wasserdiuretische und harnwegsdesinfizierende Wirkung), Gicht, Rheumatismus, Ischias (toxinausscheidend durch Schwefelgehalt), hartnäckiger Durchfall (13.2) sowie Übelkeit (Archigenes) (2.5). Lt. Dioscorides erzeugt Rettich Blähungen und Aufstoßen, ist „dem Magen widerwärtig", wirkt harntreibend und schärft die Sinne (2.5). Ferner beschleunigt er die Magendarmpassage deutlich (selbst nach einer C 15 verdaute die Prüferin „sehr schnell" (4)), behebt Verstopfung und erzeugt weichen, halbverdauten Stuhl, wie andere darmreizende Gemüse.

Wie der Kohl wird der Rettich durchweg für harmlos gehalten, doch „dosis facit venenum". In Überdosen reizt er die Schleimhäute des Verdauungstrakts und der Harnwege. Pferde, die Rettichschalen gefressen hatten, zeigten Salivation und Verätzungen an der Zunge (1). Nach Genuß schwarzer Rettiche sah man heftige, anfallsweise erscheinende Schmerzen in der Magengegend und den Gliedmaßen auftreten, nach Einnahme des Saftes von 3 - 4 Winterrettichen stellten sich Leibschmerz, Erbrechen, Benommenheit, Miosis, Strabismus, Kleinheit des Pulses, Verlangsamung der Atmung und Albuminurie ein (1). Eine Frau bekam vom Rettichessen tagelangen Brustschmerz, „der sich nach und nach bis zur Wirbelsäule ausdehnte" und sich „von der Magengrube bis zum Halsgrübchen" erstreckte, zusammen mit anderen Symptomen von Refluxösophagitis; zugleich war Berührungsempfindlichkeit der linken Ohrmuschel zugegen (2.2)** . Ein 6j. Junge schließlich, der zwanzig Rettiche auf einmal verschlungen hatte (wie hat er das nur geschafft?), lag sogleich danach mit heftigem Fieber danieder, zeigte „schmutziggelben Urin mit ähnlichem Bodensatze wie Bierhefe, der fast von gleicher Menge wie der Urin war" und flüssigen, bräunlichen, schaumigen, mit Gewalt abgehenden Stuhl; beides hielt tagelang an. Ab dem 4. Krankheitstag wurde die Haut gelblich, und starke heiße Schweiße traten auf. Als Nebenzufälle zeigten sich Bruststiche links (ab 1. Abend), Herzklopfen (in den ersten Tagen), Unterlidödeme (6. T.), Schwellung eines Lymphknotens am rechten Kieferwinkel (5. T.) und ein charakteristischer Zungenbefund: „Zunge blaß, rötlichblau, eine tiefe Furche in der Mitte und blaßrötliche Punkte an den Rändern" (2.2)**. In der Praxis sieht man diese Zunge aber selten; typischer ist dick gelblicher oder weißlicher Zungenbelag (3.4).

Brustschmerz, stechende Schmerzen in inneren Teilen oder „wie im Knochen", gewaltsam abgehender schmerzfreier Durchfall und auffallend spätes Erbrechen unverdauter Rettiche, bis zu zwei Tagen nach Ingestion, traten bei mehreren Prüfern auf (2.3) (2.4) (2.2)**. Raph. erzeugt viele Begleitsymptome an oberen Luftwegen, Ohren und einzelnen Hautstellen; so bekam ein gesunder Prüfer von Rettichtinktur Stechen innen im rechten Ohr, „brennendes Jucken im Rücken", Brennen an verschiedenen Stellen unter der Haut, „stechendes Jucken an der rechten Fußsohle neben der fleischigen Partie" sowie „Röte und Schwellung unten und außen an der rechten Ferse mit kneipenden Schmerzen beim Gehen" (2.3), ein leberkranker Mann klagte nach Rettichessen u.a. über Druck an der Nasenwurzel (2.2)** usw. Eine weitere Prädilektionsstelle scheint der M. sternocleidomastoideus zu sein, mehrere Prüfer hatten Krampf- oder Schmerzempfindungen dort (3) (4). Das Mittel kommt bei von Magen oder Gallenblase ausgehenden Kopfschmerzanfällen in Betracht – ein Mann konnte weder Rettich noch Kohlrübe essen, weil er davon jedesmal erst Brennen im Ösophagus und heißes Aufstoßen, dann Kopfschmerz bekam (7)**.

Die konstanteste Giftwirkung, die beim Winterrettich besonders deutlich wird und sich durch Erhitzen nicht verhüten läßt – ich habe es ausprobiert – , ist aber Flatulenz, teils mit Bauchkneifen (Blähungsversetzung), auch wohl mit Fauleiergeruch der Winde wegen seines Schwefelgehalts. Bei jenem „kleinen Rettichfresser" zeigte sich dies extrem als tagelange Blähungsanhäufung mit Unfähigkeit, die Flatus nach unten oder oben loszuwerden (2.2)**, wie bei Ileus, gegen den der Rettich zuweilen vom Volk gebraucht wurde (3.4), oder postoperativer Darmatonie, welche Raph. C 5 zuverlässig behebt (13.1). Die heftigen Erscheinungen sexueller Enthemmung, für die Raph. bekannt ist, stammen von einer einzigen Prüferin, die hysterisch war (4), sind aber vielfach verifiziert (16.2) (17).

Raph. hilft vor allem gegen spastische Oberbauchschmerzen. Auch bei chronischem Durchfall mit unverdautem Stuhl (2.5) hat es sich oft bewährt. Die Naturheilkunde verordnet Rettichsaft bei Gallensteinen und Cholestase, auch intrahepatischer; er wirkt choleretisch (die Gallenproduktion verbessernd), galletreibend, spasmolytisch und sogar gallensteinauflösend (18). Ausstrahlung von Symptomen des Oberbauchs oder der Magengrube zu entfernten Teilen scheint typisch zu sein (3.2). Die Krankheit kann mit Schmerz rechts oben im Rücken einhergehen wie bei Chel. Auch die Gelbfärbung des Raph.-Stuhls erinnert an das Schöllkraut; es ist kein Fettstuhl, sondern die Farbe entsteht durch fehlerhafte Mischung der Galle. Verschlimmerung tritt wie bei vielen Gallenmitteln ab 3 Uhr früh ein (19).

Mittelbeziehungen – Senföle oder senfölartige Verbindungen sind auch in Zwiebeln (Allium cepa), Knoblauch (Allium sativum), Bärlauch (Allium ursinum), Schnittlauch, Porree, den Senfarten, Kohl (Brassica oleracea), Iberis amara, Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) sowie den Ferula-Harzen (z.B. Asaf.) enthalten. Mit All-s. hat Raph. „Gefühl von Wundheit in Gehirn und Bauch bei Erschütterung" gemeinsam (8).

Die Magensymptomatik von Raph. ist mit Anac. verwechselbar (5), akut auch mit Puls. und Nux-v. (Folgen von Überessen, fettem Essen). Postoperativer Subileus mit kalten Knien vgl. Carb-v., Ars. (13.1). Die Einbildungen der Prüferin Curies über ihren Körper erinnern an Sabad., ihre Gedächtnisstörung an Caust., ihre Sexualsymptome ähneln Orig., Gratiola, Plat., Stram., Lil-t., Ars., ihr Gesamtbild am ehesten Asaf. Der Fieberzustand des „kleinen Rettichfressers" ähnelt Bell., dessen Harnsymptome Berb. und Lyc. Hefenartiges Harnsediment haben auch Caust., Mag-m. und Mosch.; Raph. ist das einzige Mittel, bei dem dieser Satz reichlich auftritt. Laut den Guiding Symptoms hat Raph. „Phos.-Ammon.-Magnes. im Übermaß im Harn" (5), also nicht die für viele Mittel bekannte Phosphaturie, sondern eine Magnesiumphosphaturie, noch ein Punkt, in dem die AMB´s des Rettichs und der Magnesias sich treffen – dem wäre weiter nachzugehen! Allgemeine Vergleichsmittel sind Carb-v., Chin., Lyc., Kali-c., Phos. (8), Sep. (16.1) und besonders Robinia, mit dem Raph. selbst spezifische Einzelheiten, z. B. Empfindung von kochendem Wasser im Kopf und von „Nachhallen im Gehirn", gemeinsam hat.

Raph. folgt auf Lyc. (7); auch Sep. kann den Fall eröffnen (17). Folgemittel zu Raph. werden keine angegeben, am ehesten ist es aber Sulf. Ein Fall von Lienterie wurde durch Raph. und Sulf. im Wechsel geheilt (2.5). Wahrscheinlich kriegen die meisten chronisch magendarmkranken Raphanuspatienten ohnehin Sulfur , Nat-s., Calc-s., Mag-s. oder gar Psorinum, bevor man den Fall versteht.

In England bestand der Glaube, daß die Blätter des Rettichs ein Gegengift für seine Wurzel und die Wurzel des Aronstabs (Arum spp.) ein Gegengift für Rettichblätter seien (R. T. Cooper) (7). Sichere Antidote sind nicht bekannt.

Mittelverwechslungen und pharmazeutische Probleme – Die alte AMP, welche unser Raphanusbild bestimmt, wurde mit dem Saft des schwarzen Rettichs gemacht. Symptome vom Radieschen tragen daher ein Sternchen (*), Vergiftungssymptome von Rettichen verschiedener und nicht näher bezeichneter Sorten zwei (**). Fragmentarische Prüfsymptome vom Hederich finden sich in einem eigenen Kapitel.

Das Symptom „Nymphomanie" gehört allein dem Schwarzrettich an, potenzierter roter Rettich hat keinen Bezug dazu (16.2). Ich vermute, daß die Schale des Schwarzrettichs spezielle Wirkstoffe enthält. Doch unterscheiden sich sowohl die Rettichrassen als auch die Teile der Rettichpflanze nur in Einzelheiten ihrer Wirkung. Unkräftig (was noch zu beweisen wäre) ist höchstens die extrem milde japanische Sorte.

Die galletreibende Rettichwirkung kann nur durch unerhitzte wäßrige Zubereitungen ausgenutzt werden, Dekokten oder alkoholischen Auszügen geht sie ab (13.3).

Die homöopathische Urtinktur wird hergestellt, indem man Schwarzrettich auspreßt und den Saft mit gleichen Teilen Alkohol versetzt, oder durch monatelanges Mazerieren des in kleine Stücke geschnittenen Schwarzrettichs in Weingeist, der heiß darüber gegossen wurde. Letzteres Präparat wirkt stärker (2.1).

 

Quellen – 1) LE1 t; 2) Nusser, Revue crit. et rétrospect. de la mat. méd. specif., 1840, S. 545 ff., gekürzt übs. in Hygea/14 (1842)/S. 435 - 453 (2.1: Pharmazie, 2.2: t (Verzehr großer Mengen Rettich mit oder ohne Salz und Brot, bzw. Angaben alter Ärzte über seine Nebenwirkungen), 2.3: p (TM), 2.4: p (C2 glb., oder o. A. d. P.), 2.5: k (kl. mat. Ds. oder C1 dil.)); 3) Nusser, Revue crit. et rétrospect. de la mat. méd. specif., 1840, S. 545 ff., ungekürzt übs. von mir selbst (3.1: t, 3.2: p (TM), 3.3: p (C2 glb. oder o. A. d. P.), 3.4: k (kl. mat. Ds. oder C 1 dil.), 3.5: p (Verzehr einer großen Menge Radieschen samt dem Kraut)); 4) Curie, E./JSG/5/S. 289 - 298 und 682 - 690 p (C15 - C 30, an einer Kranken); 5) HR1 k (o.A.d.P.); 6) PTK1 k (o.A.d.P.); 7) C1 p/k; 8) VRM2 p/k; 9) VS1 k; 10) Choudhuri in ReferenceWorks 2.5 k; 11) Borland´s Diarrhea in ReferenceWorks 2.5 k; 12) Rampold, V., p (Rettichessen) und k (D12); 13) AHZ (13.1: Borland, D./AHZ/209 (1964)/11, S. 556 - 557 k (o. A. d. P.), 13.2: Thiele, K. W./AHZ/210 (1965)/S. 280 k (Volksmed.) u. Botanik), 13.3: Dammholz, M./AHZ/205 (1960)/S. 302 (Pharmazie), 13.4: Braun, H.W./Homöopathie (Bern), Juli 1960, zit. in AHZ/207 (1962)/S. 112 (Chemie)); 14) HRC (14.1: YYZ/Mon. Hom. Rev., zit. in HRC/1887/2 k (D1)); 15) ZKH (15.1: Roberts, H.A. /HRC 4/1934, zit. in ZKH/24 (1980)/3, S. 117 -118 k (Leitsy.), 15.2: Castelain, T./ZKH/35 (1991)/1, S. 25 k (C5, i. R. einer Doktorarbeit über postop. Darmatonie)); 16) BAF (16.1: theor. Erw., 16.2: k (Hochpotenzen)); 17) Hieronymus-Faust, G.: Massimo Mangialavori, Methodik und Arzneimittellehre, Augsburg: Sylvia Faust, 2001, S. 193 - 217 k (C200); 18) Cornillot et al.: Guide pratique des rémèdes naturels k (Saft) und Physiologie; 19) K k; 20) CMM k; 21) Klinische Nachträge moderner Autoren, Ergänzung zum CompleteRep 4.5, v. 1998 k (Leitsy.).