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in.form.alia
Materialien zum nachhaltigen Diskurs homöopathischer Theorie und Methodik Editorial |
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"Diese ganze Lehre taugt zu nichts, als darüber zu disputieren" - der dies schrieb, war 44 Jahre lang Zeitgenosse Hahnemanns und hieß Georg Christoph Lichtenberg. Er meinte die "Wissenschaft" und ahnte nicht, wie sehr er recht hatte und behalten würde. Heute gerieren wir uns post-post- oder gar meta-modern und lächeln nachsichtig über derlei naive Geistesblitze. Dabei müsste gerade die Homöopathie gemäß Horaz-Hahnemanns Sapere aude demütig zur Kenntnis nehmen, was Masi-Elizalde mit allem Nachdruck formulierte: Die Homöopathie steckt in jeder Hinsicht noch in den Windeln. Man riecht es, könnten wir ergänzen, nachdem im ausgehenden Millennium so manche zeitgenössische Blähung die homöopathische Welt verschreckt(e). Tatsächlich hat sich die Homöopathie theoretisch wie methodisch seit Hahnemann etwa so viel bewegt wie die Medizin zwischen Hippokrates und Hahnemann: nahezu gar nicht. Die marginalen Streitereien um Essenzen, Basic Delusions, Genuine oder gar C-4 - Homöopathie "sind zum Ermüden und bleiben rein lokal" (G. Benn). Diagnose: Homöopathische Theorie ist zwar nicht moribund, wohl aber unzweifelbar chronisch krank - der sich aufdrängende Vergleich zum Hirntod der Schulmedizin taugt nur bedingt als Trost. Einen kleinen, aber unbescheidenen Beitrag zur "Hebung (dieser) Krankheit in ihrem ganzen Umfange, auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachtheiligsten Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen" (Organon § 2) wollen die in.form.alia leisten. Die form. hat sich in den Jahren ihres Bestehens von einem MASI-ELIZALDE-Fan-Club zu einem offenen, engagierten Diskurs-Forum entwickelt. Sie arbeitet unverkrampft-unverdrossen und (relativ) tabufrei an den Kernfragen homöopathischer Theorie, wie sie in dieser Form derzeit wohl nirgendwo sonst gestellt werden. Die Initialzündung zu solcher Fragebereitschaft hat - Danke! - ALFONSO MASI-ELIZALDE maßgeblich gesetzt. Dieses Periodikum protokolliert in unregelmäßiger Folge Ausschnitte des fortwährenden Diskurses innerhalb der form. Es hat in dieser Funktion Anspruch weder auf Vollständigkeit noch Kohärenz. Die Beiträge sind namentlich gekennzeichnet und nicht in jedem Fall noch gar zwingend Konsens der gesamten form. Das so beschriebene Konzept legt nahe, dass auch externe Autoren sich in diesen Diskurs einreihen. Willkommen! Das Projekt braucht Gedankenfreiheit, Zuhör- und Streitlust sowie Humor - ganz gemäß einem anderen Lichtenberg-Diktum: "Ich habe den Weg zur Wissenschaft gemacht wie Hunde, die mit ihren Herrn spazieren gehen: Hundertmal dasselbe vorwärts und rückwärts (~discursus), und als ich ankam, war ich müde" Die Herausgeber |
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16. Juni 2007