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"Die Philosophie stellt eben alles bloß hin, und erklärt und folgert nichts. - Da alles offen daliegt, ist auch nichts zu erklären. Denn was verborgen ist, interessiert uns nicht." Ludwig Wittgenstein (1) Inhalt: |
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ZusammenfassungDem eher naturwissenschaftlich-philosophisch orientierten Erkenntnisansatz mit seinem Exaktheitsprogramm wird das Konzept der «Normalen Sprache» entgegengesetzt. Homöopathische Symptome haben darin einen Doppelcharakter: Einerseits wollen sie Ausdruck von etwas sein (von Krankheit oder Arznei), andererseits, so ergibt die sprachkritische Analyse, weisen sie diesem Erkenntnisanspruch durch ihre sprachliche Verfasstheit als Tropen (Sprachfiguren) zurück. Diesen unschlichtbaren Widerspruch gilt es in der homöopathischen Verschreibung zu entfalten. StichwörterExaktheitsanspruch, Sprachspiel, Erkenntnisdilemma. +++Das Folgende will einem Umstand Beachtung verschaffen, der für die Praxis der Homöopathie einige Bedeutung hat: nämlich die Frage nach dem Umgang mit Sprache. Dieses Thema ist für die Homöopathie darum von doppelten Interesse, da sie ja nicht nur mit umgangssprachlichen Aspekten in Patientengespräch und Anamnese zu tun hat, sondern diese dann in einem zweiten Schritt auf schriftliches Sprachmaterial, die Prüf- und Heilsymptome, beziehen muss. Die Homöopathie hat also mit Sprach- und Zeichenmaterial verschiedener Varietäten zu verfahren und darum ist die Anverwandlung von Text und Rede auch zentral für das homöopathische Geschäft. Da jeder von uns mit mindestens einer Sprache natürlich vertraut ist, mag die Problematisierung von Sprachprozessen überflüssig erscheinen, denn jeder kann doch mit Recht angeben, dass er ein sprachkompetenter Sprecher seiner Muttersprache ist! Und mit Recht gehen die meisten im Alltag mit Sprache ganz unbekümmert um. - Aber was in der Alltagspraxis der Sprache noch ohne Probleme durchgeht, so sei die These hier, kann im komplexeren homöopathischen Setting Grund für verwirrende Missverständnisse sein. Der Ansatz, der hier zu diesem sprachkritischen Zweck zum Anschlag gebracht wird, ist der Ansatz der Philosophie der normalen Sprache, der sich u.a. dem "späten" Ludwig Wittgenstein verdankt, und auf ihn wollen wir uns auch im wesentlichen beschränken. Damit ist notwendig schon eine Vorentscheidung gefallen, nämlich die, welches Redesystem zur Darstellung des empirischen Gegenstandes Homöopathie hier zur Anwendung kommt. Der sprachkritische Ansatz ist nur einer von anderen möglichen Ansätzen und keineswegs der privilegierte. Es ist aber Eigenschaft des Sprechens, dass der Sprecher sich erst in eine Position selbstnötigen muss, damit in seiner Rede Welt auf darstellungsspezifische Weise aufgeht. Das besondere Leistungsvermögen der Theorie der normalen Sprache scheint uns zu sein, dass einige die Homöopathie angeblich betreffenden philosophische Probleme überflüssig gemacht werden - "Eine ganze Wolke von Philosophie kondensiert zu einem Tröpfchen Sprachlehre" - so ein Diktum Wittgensteins. Einführung und allgemeiner TeilDie Sprache ist nicht Abbild der WeltDie Philosophie der normalen Sprache stellt die Sprache und ihre Beziehung zur Welt in ihren Mittelpunkt. Wo knüpft die Sprache an die Welt an? so fragt Wittgenstein. Im philosophischen Werk des Österreichers kann man zwei Phasen voneinander trennen, nämlich das Früh- und das Spätwerk. Gilt sein Interesse zunächst noch der Suche nach definierten Wort- und Satzbedeutungen, letztgültigen Verständniskriterien und dem Anspruch der Präzision einer von den Ungenauigkeiten der Alltagssprache gereinigten Logiksprache, so wendet er sich später folgenden Momenten zu: der Beachtung und Beschreibung der Umstände, in denen ein Sprechakt auftritt, der Familienähnlichkeit von Worten und Aussagen, sowie dem tatsächlichen, praktischen Gebrauch der Sprache. In den "Philosophischen Untersuchungen" gibt Wittgenstein dann seinen früheren Standpunkt auf, dass Sprache Abbild der Welt ist und in einer isomorphen Struktur zur Welt steht. Dass ein Wort für ein Ding in der Welt steht, es als Repräsentant gleichsam abbildet und ersetzt, diese Theorie lässt Wittgenstein nur für Benennungen von Dingen mit Eigennamen gelten. Selbst aber bei dem simplen Bezeichnungsvorgang eines Gegenstandes etwa mit dem Wort "Hammer" funktioniert diese Theorie nicht mehr, denn um ein Ding Hammer zu nennen, bedarf es zuvor zum einen einer gedanklichen Ordnungsleistung, sowie zum anderen eines Sozialisationsprozesses. Die erwartete Reaktion auf die Bitte: "Gib mir den Hammer!" setzt unbedingt voraus, dass der Angesprochene
Wittgensteins Kritik an der alten Zeichentheorie als Abbildtheorie fußt genau auf diesem Umstand: Der bloße gestische Hinweis auf ein Ding wie den Hammer ("Dexis") kann die genannten weiteren Voraussetzungen zum Gelingen eines Sprachaktes gar nicht leisten und kann damit auch Sprache nicht begründen. Dieser Ansatz ist vor allem ein Angriff auf die traditionelle Auffassung, in einem Zeichen oder Wort sei die gemeinte Sache immer präsent. Für Wittgenstein hingegen ist das Wort bar jeder Transzendentalität. Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch im SatzDamit verlässt die Sprachphilosophie die alte Vorstellung von der Sprache als leerer Hülle, die wie ein Gefäß möglichst getreu einen Bedeutungsinhalt zu transportieren hat, ohne dass dabei irgendwelche Verluste oder Veränderungen des vermittelten Sinnes durch diesen Vorgang statthaben. Dies ist allerdings ein Bruch mit einer Grundüberzeugung, die die meisten von uns haben dürften. Es ist doch im allgemeinen Verständnis von Sprache sonst Konsens, dass alle Arten von Aussagen einen stabilen Bedeutungskern vermitteln, unabhängig davon, wie sie formuliert werden. Verständnis bedeutet dann, dass dieser Bedeutungskern vermittels des Ausgesagten selbig beim Empfänger der Botschaft ankommt. Der ausgedrückte Gedanke, das Gemeinte, soll das sein, was dabei wesentlich und invariant ist. Der sprachliche Ausdruck hingegen ist demnach bloße Oberflächendifferenzierung, ein Vehikel des Gedankens. Wittgenstein rückt ab von der Vorstellung, Sprache habe einen solchen referentiellen Charakter. Im Gegensatz dazu ist bei ihm die Bedeutung eines Wortes sein Gebrauch im Kontext derjenigen Lebensform, die diesen Gebrauch etabliert hat. Erst durch die Gepflogenheiten einer Sprachgemeinschaft wird ein Satz verständlich. Damit dreht sich aber die Ordnung der alten Logos-Metaphysik radikal um: Im sprachlichen Zeichenprozess gewinnt das Bezeichnende (Signifikant), also das Zeichen- und Sprachmaterial, die Oberhand über das Bezeichnete (Signifikat), den Gedanken. (2) Die Sprachspiele sind Teil einer LebensformFür Wittgenstein, der selber gestrenger Volksschullehrer war, ist Spracherwerb wie Sprachpraxis ein habitueller "Abrichtungsvorgang" (3). Er deutet die Sprache mit der Metapher der "Sprachspiele": "Das Wort «Sprachspiel» soll hier hervorheben, dass das Sprechen der Sprache ein Teil ist einer Tätigkeit oder einer Lebensform." (4) Wie im Spiel, z.B. dem Schachspiel, werden in den Sprachspielen Wörter durch Konventionen und Regeln festgelegt. "Die Frage: «Was ist eigentlich ein Wort?» ist deshalb analog zur Frage nach einer Schachfigur. Beide setzen zu ihrer Beantwortung ein konventionelles Regelsystem voraus.", und "...das Benennen ist etwas ähnliches, wie einem Ding ein Namenstäfelchen anheften. Man kann das die Vorbereitung zum Gebrauch eines Wortes nennen." (5) D. h., Sprachakte verdanken sich einem Sozialisationsprozess, aus dem heraus sie erst erzeugt oder verständlich werden. Das Brechen dieser Regeln heißt nur, dass jemand gerade begonnen hat, ein anderes Sprachspiel zu spielen. Es gilt: alle Sprachspiele sind gleichwertig, sie liegen wie ein Teppich plan auf der Erde, keines hat mehr Gewicht als die anderen haben. Es gibt mithin also auch keine richtigen und falschen Sprachspiele, da es keine Instanz gibt, die als übergeordnete Systemstelle die Gültigkeit einer Aussage verbürgt. Das einzige was sich noch beschreiben lässt, ist, ob ein Sprachspiel gängig ist oder nicht gängig. Der Versuch, auf das wie auch immer geartete "Wesen" eines Wortes zu verweisen, ist damit obsolet. Wichtig ist nur, wie dieses Wort im Kontext funktioniert. So ist es ein Regelbruch, ein expressionistisches Gedicht beim Bäcker an der Theke vorzutragen und es wird vermutlich nur Unverständnis auslösen. Die grundsätzliche Offenheit der Sprachspiele erscheint zunächst wie ein Mangel, aber dieser "Mangel" ermöglicht erst die Vermittelbarkeit durch die Sprache. Sprache braucht diesen Bedeutungsspielraum, denn Worte wie Sätze sind nicht zum einmaligen Gebrauch bestimmt. Hätten nämlich Sätze ein exklusives eins-zu-eins-Repräsentationsverhältnis zu den bezeichneten Gegenständen, wäre Sprache nicht möglich. Die "private" Sprache der EmpfindungenEin weiterer interessanter Aspekt des Ansatzes ist seine Beurteilung der Ausdrucksgrammatik sogenannter innerer Vorgänge. Was tun wir eigentlich, wenn wir Gefühle und Empfindungen äußern? Jedenfalls teilen wir dabei keine Namen (also individualspezifische Benennungen) innerer Gegenstände oder Vorgänge mit. Auch die Aussagen privater Dinge verdanken sich der Allgemeinsprache, dem Verhalten des Sprechers und seiner Umgebung und brauchen den Kontext von nichtsprachlichen Äußerungen. (6) Das berühmte Bild Wittgensteins für die Unmöglichkeit einer Grammatik der Empfindungen ist seine Parabel von den Käfern in der verschlossenen Schachtel. (7) Gesetzt den Fall, jemand wolle über den unsichtbaren Käfer in seiner Schachtel reden, dann wäre doch der Käfer selber für den Bezeichnungsprozess bedeutungslos. Ja, der Käfer in der Schachtel könnte sogar gar nicht existent sein, "da der Inhalt nicht zugänglich ist, ist er irrelevant." Es lässt sich nämlich auch ohne Käfer in der Schachtel über den Käfer trefflich reden. Wittgenstein spricht hier bildhaft von den intramentalen Vorgängen und deren Rolle im intersubjektiven Mitteilungsprozess. Diese sind laut J. Locke, einem englischen Empiristen und entfernten Vorgänger Wittgensteins, "shut up in a private picture gallery". Aber im Gegensatz zu behavioristischen Modellen mit ihren Reiz-Reaktions-Schemata, die der Sinnerzeugung sprachlicher Vorgänge kaum gerecht werden und für die Homöopathie darum nicht brauchbar sind, gibt der normalsprachliche Ansatz einen Zugang zur Bearbeitung von sinngenerierenden Texturen. Denn bei homöopathischen Symptomen handelt es sich nach unserem Dafürhalten nicht um objektivierbare diagnostische Zeichen wie zum Beispiel die Erhebung des Serumwertes von Cholesterin. Befunde wie diese haben nur den Stellenwert eines Signals. Aber selbst bei solchen objektivierenden Befunden wird Bedeutung erzeugt: Die symbolische Beladung des erhöhten Cholesterinwertes, und damit die Transformierung eines Signals in Sinn, macht das Cholesterin dann zum so verstandenen Sorgenfaktor. Die Äußerung eines Gefühls verweist nicht auf einen innerpsychischen Gegenstand. Wenn es diesen gäbe, wäre er schlicht nicht mitteilbar. Das ist beim Kundtun von beispielsweise Schmerzen auch gar nicht notwendig, um eine beabsichtigte Reaktion auszulösen. Das Signum für das Vorliegen von Schmerzen ist, dass derjenige, der sie hat, so handelt, als habe er Schmerzen. Der innere Vorgang ist also nicht konstitutiv für das Sprachspiel Ich-habe-Schmerzen-und-will-getröstet-werden. Vielmehr ist diese Äußerung eine Aktion, die - so die Metapher von Wittgenstein - dem Anschlag auf einem Vorstellungsklavier gleicht. Die Aussage: "Niemand weiß, wie ich leide!" spricht dies als ein Paradox aus. Es ist gleichgültig für die Privatheit der Empfindung des Leidenden, auf welche Weise und wie heftig das Vorstellungsklavier des Angesprochenen mitschwingt. Die Privatheit dieses Vorgangs ist dadurch nicht aufhebbar, denn eine direkte Introspektion ins Gemüt des Anderen unmöglich. Wohlverstanden: Wittgenstein leugnet nicht das Vorliegen und den Stellenwert solcher Empfindungen, Bewusstseinsinhalte sind nicht erledigt für ihn. Nur bestreitet er ihre herkömmliche Rolle für den tatsächlichen Sprachgebrauch. Seine Konklusio: Wir müssen uns darein fügen, dass die Benutzung von Worten, die Empfindungen ausdrücken, einen ganz anderen Stellenwert hat, als Worte, die Dinge in der Welt bezeichnen. Auch Wittgenstein kann also dem Umstand nicht entfliehen, dass Worte immer Worte-von-etwas sind. Er benutzt den Begriff des Zeichens zwar, indem er diesen gegen sich selbst wendet, bleibt ihm aber damit letztlich verpflichtet. Dies sei aber nur am Rande erwähnt, denn worum es uns hier geht, ist, dass Sprechen von innerpsychischen Vorgängen einen anderen Status hat, als Sprechen von öffentlich zugänglichen Gegenständen. Der Satz "Ich habe Schmerzen" und der Satz "Ich habe rote Socken an" gaukeln durch ihre grammatikalische Gleichbehandlung der Worte "Schmerzen" und "Socken" im Satz missverständlich vor, dass es sich bei beiden Zusprechungen um ähnliche Wortklassen handelt. Aber bei Schmerzen und bei Socken handelt es sich um verschiedene Wortgruppen und wenn das unbeachtet bleibt, treten sogenannte Kategorienfehler und damit Unsinn auf. Ein weiteres Beispiel soll die Verwirrung und Missverständnisse, die solche systematischen Kategorienfehler auslösen können verdeutlichen: In dem Satz "Mut ist lobenswert" wird einem Allgemeinbegriff ("Mut") suggestiv durch das Verb "ist" ein Prädikat zugesprochen. Der Allgemeinbegriff wird in der logischen Form des Satzes behandelt wie ein realer Gegenstand. Die "Verwirrung" besteht hier also darin, dass die grammatikalische Form des Satzes vorgaukelt, über die Wortklasse der Allgemeinbegriffe könnten ebensolche Aussagen gemacht werden, wie über zugängliche Dinge. So ist dann auch Wittgensteins Aufforderung zu verstehen, diese "inneren" Gegenstände doch als für die Sprachspiele irrelevant wegzukürzen. In der Konsequenz versetzt er damit der Bewusstseinsphilosophie und dem sich der Gewissheit der eigenen Empfindungen selbst verdankende Ich-Bewusstsein einen empfindlichen Schlag. Dies sei aber nur am Rande erwähnt, denn philosophische Konsequenzen der Sprachkritik interessieren uns in diesem Zusammenhang nicht weiter. Für uns hier heißt das, dass selbst der eigene, "innere" Monolog dem öffentlichen Leben geschuldet ist. Die Familienähnlichkeit der SprachspieleWie aber baut sich nun das Ordnungsgefüge, demzufolge die Sätze zueinander finden, mit anderen Worten: wie strukturiert und wie verknüpft sich die Rede? Wittgensteins Sprachspiele korrespondieren durch Analogien. (8) Die Frage nach dem "Wesen" einer Sprache löst sich damit auf in die Beschreibung der Verwandtschaftsverhältnisse der Sprachspiele, die die Struktur und die Handhabung einer Sprache bestimmen. "Ich kann diese Ähnlichkeit nicht besser charakterisieren als durch das Wort «Familienähnlichkeiten»; denn so übergreifen und kreuzen sich die verschiedenen Ähnlichkeiten, die zwischen den Gliedern einer Familie bestehen. Wuchs, Gesichtszüge, Augenfarbe, Gang, Temperament, etc. etc. - und ich werde sagen: die «Spiele» bilden eine Familie." Die Differenz zwischen dem Wesen einer Sache, wie die Sprache sie ist, und ihrer Erscheinung ist für Wittgenstein ein metaphysisches Relikt. Die Ergebnisse solcher für ihn überflüssigen metaphysischen Fragen beschreibt er als die "Entdeckung irgendeines schlichten Unsinnes". (9) Sein Programm der normalen Sprache dient darum vor allem dem "Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache," indem er spekulative Fragen aus der Philosophie entlässt. "Was ist das Ziel in der Philosophie? - Der Fliege den Ausweg aus dem Fliegenglas zeigen."(10) Abschied vom Letztbegründungsanspruch Schmerzlich vermissen werden einige Homöopathen, dass damit ein philosophischer Letztbegründungsanspruch für die Homöopathie entfällt. Aber die Frage sei erlaubt, was einen solchen Anspruch denn begründen soll. Das alte philosophische Wissens- und Erkenntnisprogramm, das qua allgemeiner Ratio und der Entsprechung von Vernunft und Sein, bzw. Vorrang des "Logos" vor dem "On", verbindliche Aussagen über die Welt abliefern wollte, ist schon länger auf dem Rückzug. Eher schon verweist der Bedarf nach philosophischen Begründungen auf eine Angst, bzw. den Versuch, eine Angst zu meistern: Denn natürlich diente die alte "Episteme" (Erkenntniswissenschaft) der Philosophie wie auch der Wissenschaften als Begründung für eine selbstvergewissernde Garantie des eigenen Tuns. Diese alte Episteme trug Sorge, das Spiel der Elemente (die Tatsachen in der Welt und die ihnen entsprechenden Sätze über diese Tatsachen) in den Regeln einer festen Formtotalität zu bändigen. Stattdessen eröffnen wir nun das Spielfeld der frei flottierenden Zeichen, die es aber angemessen zu beschreiben gilt.(11) |
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19. Dezember 2005