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Entstehungsgeschichte
Die form. wurde 1993 von acht Ärztinnen
und Ärzten des August-Weihe Institutes in Detmold gegründet. Während ihrer Tätigkeit im Institut haben sich die
Gründungsmitglieder intensiv mit verschiedenen Ansätzen der Homöopathie beschäftigt und sind seinerzeit zur Einsicht
gekommen, dass die Methode von Alfonso Masi-Elizalde in vielfacher Hinsicht eine besondere Beachtung verdient.
Masi-Elizaldes Überarbeitung der Miasmenlehre und der Materia medica legte ein schlüssiges Konzept für das revidierte
Verständnis der Hahnemannschen Lehre vor. Masis Anliegen ist die Beseitigung des "konzeptionellen Chaos" in der
Homöopathie. Die detaillierte Ausarbeitung der ursprünglichen Prüfsymptome der Materia Medica bis zu einem plausiblen
Leitmotiv des Arzneimittels ermöglicht ein tiefes Verständnis des Mittels und soll die Sicherheit bei der Verschreibung
erhöhen.
Die Gründung der form. sollte ursprünglich die
Kontinuität der Arbeit an der Masi - Methode gewährleisten, da die Gründungsmitglieder nach mehrjähriger Tätigkeit das
August-Weihe Institut verlassen haben, um in ihren Heimatorten zu praktizieren.
form. als Diskursforum
Die Fortführung der theoretischen und praktischen Arbeit mit der Masi-Methode führte uns zu grundlegenden
Fragen und Diskussionen über wesentliche Elemente der Homöopathie wie die Ähnlichkeitsregel, das besondere Symptom, die
Totalität der Symptome, das Arzneimittelbild oder die Hierarchisierungstechnik. Wir sind der Überzeugung, dass es
dringend notwendig ist, an den offenen Fragen der homöopathischen Lehre zu arbeiten, statt immer neue und vermeintlich
sichere Verschreibungsstrategien einzuführen. Nur ein kritischer Diskurs kann die Homöopathie vorantreiben. Das
scheinbare konzeptionelle Chaos durchaus heterogener Ansätze in der Homöopathie verstehen wir als ein Symptom für den
Verlust einer übergreifenden Wahrheitskonzeption im Sinne einer "wahren Lehre". Diese Erkenntnis bedeutet keine
Katastrophe, sondern eröffnet neue Möglichkeiten für eine leistungsfähige, zeitgemäße homöopathische Heilkunst.
form. bietet als einziger homöopathischer Verein ein
undogmatisches Diskursforum für die Fragestellungen der homöopathischen Lehre und den Umgang mit ihren Ungereimtheiten
und Widersprüchen. Das ermüdende Verweisen auf die Organon-Paragraphen oder das Beschwören der Ähnlichkeitsregel können
über die methodischen Schwierigkeiten nicht hinwegtäuschen:
Macht es nicht nur genau nach, sondern denkt nach (~ sapere aude)!
form. bietet zu diesem Diskurs folgende
Möglichkeiten:
- Jährliches Seminar auf der Insel Norderney mit theoretischen und praktischen Beiträgen zu verschiedenen
Fragestellungen der Homöopathie und dem Studium der Materia medica
- in.form.alia , ein
Periodikum als Dokumentation des Diskurses
- Ausführlich bearbeitete Materia medica nach der von uns modifizierten Masi-Methode
- Sonderveranstaltungen zu den ausgewählten Themenbereichen
- Diskussion und Austausch mit Interessierten über E-Mail
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